Monatliches Archiv: April 2013

Das Jahr 2011

Das Jahr 2011 ging weiter, wie das alte aufgehört hatte.

Die neue Ärztin im Endokrinologikum und ich waren uns nicht ganz grün, ich begann mich dort nicht mehr so wohl zu fühlen.

Statt Puregon-Spritzen (mit denen ich eigentlich meistens 1 Eibläschen hatte), wollte sie wieder mit Clomifen-Tabletten weitermachen.

Diese Tabletten habe ich mehr oder weniger schlecht vertragen. Teilweise hatte ich Hitzewallungen wie eine Frau in den Wechseljahren.

Die Erfolge blieben dementsprechend auch bescheiden. Es wuchsen kaum Eibläschen, kaum Eisprünge und ich bekam meine Tage nicht. Wenn das der Fall war, musste wieder mit der Einnahme von Cyclo-Progynova ein neuer Zyklus angeschoben werden. Das bedeutete dann wieder 3 Wochen Tabletteneinnahme und wenn dann die Blutung kommt wieder Clomifen.

Die Wartezeit zwischen den einzelnen Versuchen war für mich teilweise unerträglich. Ich war schlecht gelaunt, hatte keine Lust mehr irgendwelche Pläne zu machen („und was ist, wenn ich dann schwanger bin, dann müssen wir das alles wieder absagen“), mochte auch auf Feiern keinen Alkohol trinken, auf keine Konzerte, war ständig gereizt und wütend, die Schwangerschaften von Bekannten, Freunden und Verwandten ließen mich in Tränen ausbrechen die sich auch nur schwer wieder  trocknen ließen –> die Kinderwunsch-Kralle hatte mich fest im Griff.

Im März waren mein Mann und ich im Urlaub. Ich habe dort eine ernste Warnung von ihm bekommen, dass ich mich nicht zu sehr in den Kinderwunsch hineinsteigern soll. Kurz vor dem Urlaub war eine geplante Insemination gescheitert, da das Clomifen wieder einmal nicht gewirkt hatte.

Seine Warnungen und Vorschläge habe ich damals leider nicht richtig ernst genommen. Ich litt selber unter meiner Stimmung und habe mir immer wieder vorgenommen, ruhiger zu werden.

Im Mai 2011 kam dann der große Knall. Mein Mann sagte mir, dass er so nicht mehr weitermachen kann und möchte.  Er meinte, dass er SO keine Kinder haben möchte und sich generell nicht sicher sei, ob er ÜBERHAUPT welche haben möchte und ob er im Moment überhaupt MIT MIR zusammensein möchte.

Das war heftig für mich. Ich konnte mich doch nicht zwischen einem Kind und meinem Mann entscheiden müssen????

Wir haben uns damals eine Auszeit von einer Woche genommen, in der wir beide über die Zukunft nachgedacht haben.

Am Ende waren wir uns sicher, wir wollen zusammenbleiben, wir wollen zusammenleben, wir wissen nur noch nicht wie. Ich wollte Kinder, er in dem Moment nicht.

In der ersten Hälfte von 2011 haben wir auch sonst viel Streß gehabt (siehe den nächsten Artikel über meine Schwiegereltern), es war nicht die beste Zeit zum Kindermachen. Im nachhinein hätte ich in diesen Monaten vielleicht eine Pause von dem KiWu einlegen sollen, aber damals war die Situation mit meiner Schwiegermutter noch nicht klar und meiner Hoffnung nach war das Kind ja nur ein paar Wochen entfernt und wenn ich jetzt nicht weitermache, dann vielleicht nie mehr…

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Das Jahr 2011 ging dann damit zu Ende, dass ich wieder mit der Pille Belara angefangen habe, um wenigstens diese „Baustelle“ ruhigzulegen.

Ich bekam wieder Spannungskopfschmerzen und im Endeffekt Amytriptilin in geringer Dosis verschrieben.

Ich musste endlich wieder zur Ruhe kommen!

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Das Jahr 2010

Das darauffolgende Jahr war für mich schwierig.

Der Plan „wir bekommen ein Kind“ hatte durch die erste Kinderwunschtherapie und die Ausschabung die ersten Risse bekommen. Wer soetwas noch nicht durchgemacht hat, kann sich nicht vorstellen, wie schmerzhaft und schwierig das ist. Durch die Hormongaben wird der Körper und die Psyche völlig aus der Bahn geworfen. Es ist ein ständiges auf und ab der Gefühle.

Zudem war (und ist) mein Mann nicht mit der gleichen Zielstrebigkeit beim Kinderwunsch dabei. Er möchte Kinder und er denkt auch, dass wir das gut schaffen würden, aber er sieht nicht die Notwendigkeit der Hilfestellung. Eine richtige künstliche Befruchtung (ISI, ISCI usw.) lehnt er bisher ab. Er macht tapfer mit, hat sich ebenfalls untersuchen lassen und steht hinter mir, für ihn ist das alles aber nicht das große Thema.

Auf der einen Seite macht mich das manchmal wahnsinnig wütend, auf der anderen Seite bringt er mich immer wieder dazu, ruhiger zu werden, mich zu entspannen und meine quälende Ungeduld zu besiegen (nicht immer…)

Wenn ich im weiteren von „Ich“ und „meine“ spreche, sind trotzalledem immer wir beide gemeint. Da dies aber mein Blog ist, spreche ich nur von mir.

So, das Jahr 2010…

Nachdem sich die Werte im Januar wieder stabilisiert hatten, habe ich angefangen, mich über ein paar Homöophatische Mittel schlau zu machen.

Ich hatte Alchemilla Urtinktur, Bryophyllum, Ovarium Comp, Pulsatilla usw., dazu habe ich wieder mit einer Behandlung mit Puregon-Spritzen weitergemacht. Mit der ersten Spritze, die ich mir selber in den Bauch spritzen musste, habe ich glaube ich 15 Minuten im Badezimmer verbracht. Die Zweite ging dann schneller und dann war alles kein Problem mehr. Zusätzlich kam eine Spritze Ovitrelle zum Eisprungauslösen, Crinone danach 10 Tage lang (wer es kennt, weiß warum das so unangenehm ist)

Ich hatte blaue Flecke am Bauch von den Spritzen, dazu die blauen Flecke in den Armbeugen von den ca. 2-wöchigen Blutabnehmen beim Endokrinologikum, dazu Ringe unter den Augen vom manchmal schlecht schlafen… So eine Kinderwunschzeit kann sehr anstrengend sein!!

Alle Mittel haben mal besser, mal schlechter gewirkt. Zu guten Zeiten war im Kontrollultraschall eine, vielleicht zwei Eizellen zu sehen, in schlechten Monaten keine.

Im Juni 2010 hatte ich einen erneuten positiven Bluttest – SCHWANGER

Leider hat sich dieser kleine Glücksstreifen schnell verflüchtigt, als eine biochemische Schwangerschaft festgestellt und eine Woche später durch eine Blutung beendet wurde.

Auch hier habe ich kein Bild bekommen.

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Im August 2010 wurde eine Gebärmutterspiegelung durchgeführt. Diese hat aber keine neuen Erkenntnis gebracht, wenigstens dort ist alles normal und gut.

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Im Oktober 2010 wurde das Blut auf Genmutationen usw. untersucht. Da wurde alles ausgeschlossen. In der Beziehung bin ich also gesund.

19.11.2009

Schlechte Neuigkeiten

Ich hatte gestern eine Ausschabung , weil der Krümel seit der 6. Woche nicht mehr gewachsen ist.

Also müssen wir weiter üben…

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27.04.2013

Gedanken zu dem damaligen Eintrag von mir:

Ich habe von diesem ersten Krümel keinen Herzschlag gesehen, kein Bild bekommen und keinen Mutterpass. Naja, es war ja auch sehr früh.

Die Zeit nach dieser Ausschabung war für mich schwer. Ich hatte lange auf diesen Moment gewartet, immer wieder gezittert und gehofft. Dann endlich das erlösende „positiv“ von den Ärzten. Der erste Ultraschall mit dem Bläschen zu sehen. Das Zittern im Blick meines Mannes, wie ein kleiner Junge hat er sich davor gleichzeitig gefürchtet und sich gefreut. Die strahlenden Augen meiner Mutter, als ich ihr davon erzählt hatte (ich könnte soetwas meiner Mutter nie erst nach der 12. Woche erzählen…) und ihre Umarmung, als ich ihr dann von dem niederschmetterndem Ultraschall erzählt habe.

Im nachhinein bin ich sehr naiv an die ganze Kinderwunschsache herangegangen. Warum auch nicht. Ich war jung, gesund und wollte schon immer Kinder.

So ging also das Jahr 2009 für uns zu Ende.

Nach der AS musste ich warten, bis alle Werte wieder im Normbereich waren, bevor ich auch nur an eine Weiterbehandlung denken könnte.

Aber ich war mir sicher, dass es weitergeht. Irgendwie würden wir unseren Wunschkrümel bekommen.  Jetzt musste ich nur noch einen Weg finden, der für uns beide tragbar ist.

30.10.2009

Ich war heute bei meiner FÄ und wir haben auf dem Ultraschall ein wunderschönes kleines Pünktchen gesehen!! Nach 2 Jahren!!!
Ich bin jetzt also in der 6. Woche.

Meine Hindernisse:

Festgestellte Probleme: PCO, Insulinresistenz, Schilddrüsenunterfunktion, Übergewicht (ok, das wusste ich vorher auch schon), mäßiges SG von meinem Mann

Behandlung:

März 2008: Auslösen der Mens mit Primolut No 9 –> abwarten, ob die Mens von alleine kommt

seit Juni 2008: Metformin (anfangs 1 x 500, zuletzt 2 x 850)

August 2008: Pause machen und Hormonstatus stabil halten (mit CycloÖstroginal 1 x täglich)

Oktober 2008: weiter Metformin nehmen, Dosis steigern

Dezember 2008: Mens auslösen mit Primolut, vom 3.-7. tag der Mens dann Clomifen (1 x 50mg)

Januar 2009: Clomifen hat noch nicht gewirkt

Ende Januar: wieder auslösen durch Primolut, dann vom 3.-7. Tag Clomifen 2 x täglich

9.2.: das erste Einbläschen

13.2. Ovitrelle Spritze, um Eisprung auszulösen = die erste echte Chance !!!

März: nicht geklappt, vom 3.3. an, wieder Clomifen 2 x täglich

Mitte März: Clomifen nicht angeschlagen, kein Eibläschen entwickelt

ab 20.3. 1 x Norehisteron 5mg abends täglich

Mein Mann bekommt Orthomol fertil 1 x täglich

April – Juni: Pause. Hormonpräparat in dieser Zeit: Femoston

21.-30.Juli 2009: 1 x 50E Puregon abends spritzen

31.7. mit Ovitrelle Spritze Eisprung auslösen = die 2. Chance!!

nicht geklappt, ab 26.8. 1 x 66 E Puregon spritzen täglich

1.9. mit Ovitrelle Spritze Eisprung auslösen = 3. Versuch !!

nicht geklappt

ab 16.9. 1 x 66 E Puregon pro Tag spritzen
ab 25.9. 1 x 81 E Puregon
ab 30.9. 1 x 100 E Puregon

4.10. Laut der Ärztin ein „freiwilliger Eisprung “ ohne Medikamente
ab 6.10. morgens 1 x Crinone für 11 Tage vaginal einnehmen

19.10. Blutentnahme
20.10. Blut-Ergebnis: Positiv !!!

ab sofort kein Metformin mehr!
Folsäure und L-Tyroxin 75 weiterhin.

30.10. Ultraschall Blutentnahme

kleiner Krümel zu sehen, die Blutergebnisse sind super!!!

Jetzt sitze ich hier am PC mit einem seligen Lächeln im Gesicht und freu mich!!!!!!

In 10 Tagen ist der nächste Termin, dann kann man auch schon den Herzschlag hören.

Also, wie ihr seht, ist der Weg zwar anstrengend (körperlich und physisch) aber es geht!

Mein Vorteil war, dass mich meine Frauenärztin direkt nach ihrem ersten Verdacht an das Hormonzentrum überwiesen hat und nicht erst lange rumdoktern wollte.

Kleine Hormon-Pausen zwischendurch mussten sein, sonst hätte das bei uns vielleicht noch richtig gekracht. Der Hormonhaushalt geht schon ziemlich auf und ab.

Gegen „Ende“ sah mein Tag so aus:

Morgens: 1 x L-Thyroxin 75, 1 x Crinone, 1 x Metformin 850
Abends: 1 x Folio, 1 x Metformin

und dabei soll man versuchen, das ganze locker zu sehen, sich keinen Streß zu machen und nicht so viel darüber nachdenken…

20.10.2008

Ich bin grade ein bischen unten und fast am heulen. Habe gerade hintenrum erfahren, dass mein jüngerer Bruder wahrscheinlich demnächst ein zweites Kind haben will. Wenn die jetzt das zweite Kind bekommen und ich noch nicht mal eins, dann weiß ich nicht, wie ich mich dann darüber freuen soll.
Beim ersten wars schon schwer…

naja, noch ist nichts passiert, es ist nur erschreckend, wie so eine Nachricht mich dann wieder traurig macht.

12.10.2008

Habe das ganze Thema Kind erst mal eine Zeit lang ignoriert, da sich bei mir im Moment so garnichts tut.
Ich nehme weiterhin Metformin, im Moment 2 x 850g und L-Thyroxin 50.
Außerdem bin ich jetzt seit gestern im 3. Zyklus mit Cycloöstrogynal. Das sind Östrogene und Gelbkörperhormone, die eigentlich Frauen in den Wechseljahren verschrieben bekommen. Sie unterstützen keinen Eisprung , halten aber den Hormonspiegel konstanter. Ich nehme sie 3 Wochen lang, mache eine Woche Pause, bekomme in dieser Woche dann meine Tage.
Ich habe mir nach langem Überlegen diese Tabletten verschreiben lassen, da ich mit meinen Stimmungsschwankungen nicht mehr klar gekommen bin.
Teilweise bin ich bei Kleinigkeiten völlig aufgelöst gewesen, habe meinen Freund angezickt usw. Nicht schön…

Jetzt habe ich gerade mit der dritten Runde angefangen. Das erste Mal habe ich meine Tage ziemlich heftig bekommen, mit Unterbauchschmerzen ab ca 1 Woche vorher. Dieses Mal habe ich in der Tablettenfreien-Woche erst nur Schmierblutungen gehabt, dann kam meine Mens ganz zögerlich. Unterbauch hielt sich auch mit Schmerzen zurück. Mal schauen, was die Ärztin dazu sagt.
Am Dienstag habe ich den nächsten Termin. Nehme meinen Männe da mal mit, vielleicht wird er dann ja auch gleich untersucht. Wenn da alles ok ist und sich bei mir noch nicht allzuviel im Hormonspiegel geändert hat, dann werden wir wohl auch mit Clomifen weitermachen.
Es geht weiter also, zwar nur langsam, aber noch sind nicht alle Möglichkeiten ausgereizt.

26.06.2008

Zusammenfassung der letzten Woche:

Die Schilddrüsenhormone lösen kein Herzklopfen oder Schwindelgefühl mehr aus. Ich fühle mich motivierter als vorher, aber nicht mehr so aufgedreht.

Dienstag habe ich die Ergebnisse von dem Blutzuckerbelastungstest bekommen, und die IR hat sich leider bestätigt. Seit heute morgen nehme ich also Metformin 500mg dagegen ein.
Beim Lesen der Packungsbeilage ist mir schon fast unwohl geworden. Als sehr häufige (mehr als 1 von 10 Behandelten) Beschwerden sind dort Übelkeit, Durchfall, Bauchschmerzen und Erbrechen aufgeführt, die aber nach einiger Einnahmezeit spontan verschwinden sollen. Bis jetzt merke ich noch nichts davon und das kann meinetwegen auch so bleiben…
Die Tabletten nehme ich jetzt 1 x morgen zum Frühstück ein. Wenn ich sie gut vertrage, soll ich die Dosis auf 1 x Morgens und 1 x Abends erhöhen, dann weiter auf 3 x täglich. Während ich das Metformin einnehme, darf ich keine Radikaldiät machen, also nicht unter 1000kcal pro Tag kommen. Wenig Alkohol, lieber keinen. (ok, da habe ich jetzt kein Problem mit)

Dann habe ich mir noch die Werte aus dem Hormoncheck usw schicken lassen, ich werde sie hier mal veröffentlichen.

Blutzuckerbelastungstest:
basaler Blutzuckerspiegel: 80mg/dl
nach 1 h: 144mg/dl
nach 2h: 141mg/dl

Insulin:
basal : 17mlE/l
nach 1h: 121 mlE/l
nach 2h: 137mlE/l

Dann die Werte aus dem Hormoncheck (ich nehme jetzt mal nur die, die aus dem Normbereich waren)

TSH (basal): 4,37 mIU/l –> Normbereich: 0,27 – 2,5
TRAK <8 U/l –> Norm: 0 – 9
HCG <1,20 IU/ml –> Norm: 420 – 6000
Andr. basal 3,9 ng/ml –> Norm: 0,3 – 3,3
Freier Androg. 17,0 Index –> Norm: 0 – 3,5
Testosteron: 0,94 ng/ml –> Norm: 0,06 – 0,82
Dihydrotesto. 220 ng/dl –> Norm: 23 – 192

21.06.2008

Tag 1 – 4 mit Schilddrüsenhormon

Hui, kann ich da nur sagen. Die habens in sich…Also:Am Dienstag habe ich meine erste halbe Tablette Schilddrüsenhormone (SH) genommen. Morgens direkt nach dem Aufstehen (4.30 Uhr), eine halbe Stunde vor dem Frühstück. Dann bin ich normal zur Arbeit gefahren und habe nicht weiter dran gedacht.
 
Dann gings los: Herzklopfen, mir wurde heiß und dann wieder kalt und eine Art Spannung begann sich in mir breit zu machen. So als ob ich zuviel Kaffee auf nüchternen Magen getrunken habe. Was war das denn auf einmal??? Ich habe mich echt ziemlich erschrocken und daraufhin erstmal ein bischen im WWW gesucht. Das WWW sagt, dass kommt wohl von den Tabletten, obwohl ich ja nur eine winzige Menge zum Anfang genommen habe (25 Microgramm). Der Stoffwechsel ist in den letzten Monaten wohl extrem heruntergefahren worden und dreht jetzt wieder auf. Und das merkt man…
 
Am Mittwoch habe ich die nächste halbe Tablette genommen und ca 1/2 Stunde nach dem Einnehmen wieder ein bischen Herzklopfen bekommen. Nicht richtig schlim, mehr so, als ob ein alter festgefahrener Motor jetzt wieder flott gemacht wird. Hört sich nicht sehr schmeichelhaft an, aber in den letzten Monaten war ich doch extrem schlapp, unwillig, unmotiviert usw. Und jetzt habe ich auf einmal wieder Kraft. Eine innere Spannung sorgt dafür, das man Lust hat, etwas zu machen, sich zu bewegen. Donnerstag und Freitag habe ich den Tag über immer mal wieder leichtes Herzklopfen bekommen, dann wieder ab und zu kleine Hitzewallungen, im großen und ganzen geht es mir aber sehr gut dabei.
 
Einzige Nebenwirkung: Ich habe praktisch seit dem ersten Tag Schmerzen in der Schulter und im Nackenbereich. Ein bischen wie eine Mischung aus Muskelkater und Wachstumsschmerzen, wenn ihr wisst was ich meine? Dehnübungen wie Kopfkreisen oder meine Elektroakupunktur haben bisher nichts gebracht. Leider bekomme ich von den Verspannungen Kopfschmerzen, die sich vom Nacken bis in die Stirn ziehen. Blöde Sache, aber das ist auszuhalten. Irgendwie…
 
Ab heute habe ich eine ganze Tablette genommen, sollte ich eigentlich erst ab Montag, aber für mich war der Dienstag (wo ich angefangen hatte) echt fies. Da wollte ich heute lieber mit der doppelten Dosis anfangen, wo ich mich zur Not in meinem Zimmer verkriechen kann und mich so hinsetzen wie ich möchte. Aber toi toi toi, bis jetzt habe ich noch keinen Unterschied festgestellt. Der Motor läuft also weiter…

16.06.2008

Heute war es also soweit. Ich war wieder in der Klinik und habe einen Blutzuckerbelastungstest gemacht.
Ich durfte gestern abend ab 18 Uhr nichts mehr essen, gestern abend nur noch Wasser trinken und heute dann garnichts mehr. Mein Termin war der erste an dem Morgen, um 7 Uhr.
Also erstes mal Blutabnehmen. Eigentlich wollte mir die Arzthelferin einen Zugang legen, da im Verlauf des Tages noch mehrfach Blut abgenommen werden sollte. Wir haben es versucht, aber keine Chance. Sobald ich den Zugang drin hatte, ist mir so schwindelig und übel geworden, dass ich mich erstmal hinlegen musste. Also hat sie nur so Blut abgenommen, mit dem Hinweis, dass sie dann eben mehrfach stechen müsste. Das hat mir in dem Moment überhaupt nicht geholfen, danke schön…
Naja, danach habe ich noch einen kleinen Pieks in den Finger bekommen, um den Blutzucker zu testen. Das war ok, kleines Pflaster drauf, ist schon in Ordnung.
Dann habe ich die angekündigte Zuckerlösung bekommen.
Freudestrahlend überreichte mir die Arzthelferin einen kleinen weißen Becher mit einer Lila-Flüssigkeit drin: „Mit Johannisbeergeschmack, bitte so schnell wie möglich austrinken“. Naja, hätte ein bischen kühler sein können, aber war nicht so schlimm, wie befürchtet. Nachdem ich den Becher leer hatte, verschwand die Arzthelferin kurz und brachte mir dann einen wieder gefüllten Becher. Noch mehr?? Naja, runter damit. Schmeckt ein bischen wie lauwarmer Traubensaft, aber mehr als diese beiden Becher hätte ich echt nicht runtergekriegt. Puhhhh.

Dann durfte ich im Warteraum Platz nehmen. Das Lila Zuckerwasser verursachte bei mir eine leichte Übelkeit, war aber auszuhalten. Gut dass ich mein Buch dabei hatte…

Nach 1 Stunde begann das Spiel neu: Blutabnehmen (=Neu stechen, leider war beim 1. Arm nichts mehr zu holen, so dass sie noch mal neu rechts stechen musste). Dann wieder ein kleiner Pieks, ein neues Pflaster und zurück in den Warteraum.

Noch 1 Stunde warten, dann wieder Blutabnehmen (rechts wieder), noch mal Blutzuckerpieksen, das dritte Pflaster an die Hand. Weil der Blutzucker noch nicht genug zurückgegangen ist, „durfte“ ich noch mal eine 1/2 Stunde warten. Da war er dann schon kurz vor 10 Uhr, und das ohne Frühstück oder was zu trinken. Langsam wird einem da etwas flau im Magen.
Nach der halben Stunde (10.30 Uhr) noch mal Blutzucker messen. (diesmal an der anderen Hand…) Dann durfte ich was essen und trinken!! Nach 10 Minuten dann wieder messen. Werte soweit ok, ich durfte also gehen.
Danach hatte ich noch ein Gespräch mit meiner Ärztin, ich habe dort ein Rezept für L-Thyroxin Henning 50 bekommen (für die Schilddrüse). Dann noch ein paar Fakten zu Metformin, möglichen Nebenwirkungen usw.
Nächste Woche habe ich dort wieder einen Telefontermin und erfahre dann, ob bei mir eine IR vorliegt. Dann schickt sie mir ein Rezept für Metformin per Post zu.

Insgesamt war ich also von 7 – 11.30 Uhr dort.

Ab morgen nehme ich jetzt erstmal die Tabletten für die Schilddrüsenunterfunktion.

11.06.2008

Ich hatte gestern endlich meinen Telefontermin und habe die Ergebnisse von der Untersuchung erfahren:

– Mein Schutz gegen Windpocken/Röteln/Masern ist noch aktiv

– Hepatitis/ HIV sind negativ

– leider habe ich keinen Toxoplasmoseschutz, da muss ich mit meinen Katzen und rohem Fleisch ab sofort ein bischen aufpassen

– ich habe keine Anzeichen auf eine Clamydieninfektion (die hätten auch ein Grund für das Nichtkommen der Mens sein können)

– Meine Schilddrüsenwerte haben eine leichte Unterfunktion gezeigt. Da soll ich ab sofort Tabletten gegen nehmen, die ich auch während einer eventuellen SS weiternehmen muss.

– mein Hormoncheck hat ergeben, dass ich zuviele männliche Hormone habe, deshalb wird bei mir jetzt der Blutzuckerbelastungstest durchgeführt. Falls sich dort eine IR zeigt, bekomme ich sofort Metformin.
Den Termin dazu habe ich glücklicherweise gleich jetzt am Montag früh bekommen!! Und dann geht es endlich weiter!!

Mal schauen, was dann passiert. Ich bin ja ein bischen froh über die Diagnose, einfach weil ich mich ernstgenommen fühle und überhaupt eine Ursache da ist. Jetzt kann ich was unternehmen, ich möchte nicht wissen, wie es denen geht, bei denen theoretisch alles in Ordnung ist und die „sich nur mal entspannen müssen und dann klappt das schon“.

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