Das Jahr 2011

Das Jahr 2011 ging weiter, wie das alte aufgehört hatte.

Die neue Ärztin im Endokrinologikum und ich waren uns nicht ganz grün, ich begann mich dort nicht mehr so wohl zu fühlen.

Statt Puregon-Spritzen (mit denen ich eigentlich meistens 1 Eibläschen hatte), wollte sie wieder mit Clomifen-Tabletten weitermachen.

Diese Tabletten habe ich mehr oder weniger schlecht vertragen. Teilweise hatte ich Hitzewallungen wie eine Frau in den Wechseljahren.

Die Erfolge blieben dementsprechend auch bescheiden. Es wuchsen kaum Eibläschen, kaum Eisprünge und ich bekam meine Tage nicht. Wenn das der Fall war, musste wieder mit der Einnahme von Cyclo-Progynova ein neuer Zyklus angeschoben werden. Das bedeutete dann wieder 3 Wochen Tabletteneinnahme und wenn dann die Blutung kommt wieder Clomifen.

Die Wartezeit zwischen den einzelnen Versuchen war für mich teilweise unerträglich. Ich war schlecht gelaunt, hatte keine Lust mehr irgendwelche Pläne zu machen („und was ist, wenn ich dann schwanger bin, dann müssen wir das alles wieder absagen“), mochte auch auf Feiern keinen Alkohol trinken, auf keine Konzerte, war ständig gereizt und wütend, die Schwangerschaften von Bekannten, Freunden und Verwandten ließen mich in Tränen ausbrechen die sich auch nur schwer wieder  trocknen ließen –> die Kinderwunsch-Kralle hatte mich fest im Griff.

Im März waren mein Mann und ich im Urlaub. Ich habe dort eine ernste Warnung von ihm bekommen, dass ich mich nicht zu sehr in den Kinderwunsch hineinsteigern soll. Kurz vor dem Urlaub war eine geplante Insemination gescheitert, da das Clomifen wieder einmal nicht gewirkt hatte.

Seine Warnungen und Vorschläge habe ich damals leider nicht richtig ernst genommen. Ich litt selber unter meiner Stimmung und habe mir immer wieder vorgenommen, ruhiger zu werden.

Im Mai 2011 kam dann der große Knall. Mein Mann sagte mir, dass er so nicht mehr weitermachen kann und möchte.  Er meinte, dass er SO keine Kinder haben möchte und sich generell nicht sicher sei, ob er ÜBERHAUPT welche haben möchte und ob er im Moment überhaupt MIT MIR zusammensein möchte.

Das war heftig für mich. Ich konnte mich doch nicht zwischen einem Kind und meinem Mann entscheiden müssen????

Wir haben uns damals eine Auszeit von einer Woche genommen, in der wir beide über die Zukunft nachgedacht haben.

Am Ende waren wir uns sicher, wir wollen zusammenbleiben, wir wollen zusammenleben, wir wissen nur noch nicht wie. Ich wollte Kinder, er in dem Moment nicht.

In der ersten Hälfte von 2011 haben wir auch sonst viel Streß gehabt (siehe den nächsten Artikel über meine Schwiegereltern), es war nicht die beste Zeit zum Kindermachen. Im nachhinein hätte ich in diesen Monaten vielleicht eine Pause von dem KiWu einlegen sollen, aber damals war die Situation mit meiner Schwiegermutter noch nicht klar und meiner Hoffnung nach war das Kind ja nur ein paar Wochen entfernt und wenn ich jetzt nicht weitermache, dann vielleicht nie mehr…

———————————

Das Jahr 2011 ging dann damit zu Ende, dass ich wieder mit der Pille Belara angefangen habe, um wenigstens diese „Baustelle“ ruhigzulegen.

Ich bekam wieder Spannungskopfschmerzen und im Endeffekt Amytriptilin in geringer Dosis verschrieben.

Ich musste endlich wieder zur Ruhe kommen!

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