Ultimatum??

Ich habe gestern mit meinem Mann geredet. Über Kinder, über uns. Das ich nicht immer weiss, woran ich bin, was er möchte, was er denkt und so weiter. Es war, glaube ich, ein gutes Gespräch, kein Streit, keiner ist laut geworden.

Ich habe ihm gesagt, dass ich Kinder haben möchte. Das ich gerne im Herbst wieder mit einer Behandlung anfangen würde, aber dass es eben nur geht, wenn er hinter mir steht und sich endlich mal klar wird, was er möchte. Ich habe ihm die verschiedenen Möglichkeiten erklärt, mit ungefähren Kosten, Aufwand und Chancen (ISI, IVF, ICSI oder eben wieder nur Spritzen, Tabletten und „nach Plan herzeln“)

Was er gesagt hat:

– er weiss es eben nicht

– er hat das Gefühl, dass er noch nichtmal sein eigenes Leben in den Griff bekommt

– er hat zuviele Negativbeispiele in seinem Freundeskreis (Scheidungen, Kind mit 18 bekommen, Stress mit Ex, Unterhalt usw)

– er weiss, dass ich eine super Mutter sein würde

– er denkt, dass wir wenn dann auch Zwillinge (oder Drillinge — HILFE) schaffen würden

– er weiss es nicht

 

Um irgendwie mal voranzukommen habe ich ihm gesagt, dass ich gerne bis zum 1.8. eine Entscheidung haben möchte. Ja oder Nein. Ein Zwischending gibt es nicht, ich werde nicht jünger und ich möchte endlich Klarheit haben. Ich habe ihm angeboten, alle Fragen zu beantworten, ihn gebeten sich mit Freunden darüber zu unterhalten oder sich im Internet zu informieren.

Danach haben wir noch die Serie zuende gesehen (in dem natürlich auch jmd schwanger wurde, der Mann aber nicht weiss ob er Vater sein will – Dexter)

 

PUUUHHHH

Die Nacht über habe ich nicht gut geschlafen. Was mache ich, wenn er NEIN sagt?

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7 Antworten

  1. Uiuiuiu….
    das hört sich an, als ob du einen genauso entscheidungsfreudigen
    Partner hast wie ich.
    Kopf hoch!!!
    Drücke die Daumen, dass er dich schnell voll und ganz unterstützt!!!
    ♥ Lilly

  2. oh man ich drück auf alle fälle die Daumen.

    Ich glaub bei Männern ist diese tickende biologische Uhr nicht so laut. Mein Mann meinte gestern, er macht den icsi (kram) nur wegen mir, wenns nach ihm ginge, ohne Kinder geht’s auch..

    Das Ultimatum find ich mutig aber was ist wenn er nein sagt? Würdest du deine Ehe, deine Beziehung aufs Spiel setzen für oder wegen einem Kind?

    drück dich 🙂

  3. Hi Kaya!

    Gut, dass du ihm mal klar gesagt hast was du denkst, wie du dich fühlst und was du willst.
    Schade ist nur, dass er sich nicht sicher ist was er will bzw. dass er so seine Ängste hat. Würde ich meinen Ängsten die Überhand lassen wären wir noch ganz weitweg von den ganzen Behandlungen. Ich bin z.B ein Scheidungskind… mein Mann ebenfalls… meine Kindheit war alles andere als rosig. Aber sollte man nicht von dem besten ausgehen? Müssen wir es den eigenen Eltern oder Freunden nachmachen? Nein!
    Mein Mann und ich haben aus diesen Erfahrungen gelernt und einiges anders gemacht. Es gibt einige KIWU’s die auch psychologische Begleitung anbieten…. hat so manchen geholfen eine gemeinsame Lösung zu finden. So ein aussenstehender Gesprächspartner kann „vermitteln“.
    Wie gesagt… mein Mann hat auch ne ganze Weile gebraucht. Doch jetzt kämpfen wir gemeinsam an der Front. Wir unterstützen uns gegenseitig. Mein Mann ist immer genauso hibbelig wie ich.

    Was willst du denn machen wenn er dir bis zu deiner Frist keine klare Antwort geben kann? Würdest du für ihn auf deinen Kinderwunsch verzichten? Deinen Kinderwunsch weiter nach hinten verschieben?
    Würde es deinem Mann helfen mit anderen betroffenen Männern zu sprechen? Manches mal ändert sich dadurch die ein oder andere Sichtweise.

    Viele liebe Grüsse

    Melle

    1. Ich habe eben keine Ahnung was ich machen soll. Das ist ja der große ganze Mist. Vor 2 Jahren hatten wir schon mal eine Art Krise. Damals war ich sehr viel angespannter und mitten drin in der Behandlung. Ich habe dann ihm zuliebe eine Pause eingelegt, die mir selber auch gut getan hat. Jetzt merke ich aber, dass ich nicht mehr viel länger warten möchte. Wenn es trotz Behandlung kein Kind gibt, dann muss ich eben irgendwie lernen damit zu leben. Aber ohne es richtig versucht zu haben???? In den 2 Jahren hat er anscheinend das Thema völlig verdrängt. Irgendwann muss es aber eine Entscheidung geben. Ich nehme jetzt schon 1 Jahr keine Pille mehr und es ist garnichts passiert in dieser Zeit, also muss eine Behandlung unterstützen. Wie intensiv das werden wird und wie weit wir gehen, das würde ich ja gerne mit ihm zusammen besprechen. Wir haben ja noch nicht mal eine ISI gemacht.

      Im Moment fühle ich mich einfach sch…. Ich weiss nicht, wie ich mich ihm gegenüber verhalten soll? Drängen? Das Thema dauernd anschneiden? Abwarten (das liegt mir ja besonders, nicht!)
      Irgendwie muss es weitergehen.
      Wenn er nein sagt? Ehrlich gesagt keine Ahnung… Ich kann mir ein Leben ohne Kinder nicht vorstellen. Aber setze ich meine Ehe deswegen aufs Spiel? Ich glaube schon. Oder nicht? Ach alles mist.

      Wie habt ihr eure Männer denn davon überzeugt?

  4. Hi Kaya!

    Ich habe damals meinen Mann sehr bedrängt mit dem Thema. Als er dann mal auf Montage war und ich ihn besuchte kam es zur hitzigen Diskussion wo er zu mir meinte, dass die Ehe vor dem Aus stehen würde. Für mich war dies ein Schlag ins Gesicht. Ich fahre ihm stundenlang hinterher um gemeinsame Zeit mit ihm zu haben… habe wegen ihm immer wieder Pausen zwischen den Clomizyklen weil er sich wie ein Zuchtbulle vorkam. Nach seiner „Ansage“ habe ich stundenlang geweint weil ich nicht wusste wie es weitergehen sollte. Meinen Kinderwunsch wegen ihm vernachlässigen… aufgeben? Alles so hinnehmen wie es lief… alles aufgeben. Ich habe plötzlich alles in Frage gestellte. War mir unsicher ob unsere Ehe dieses Problem wirklich aushalten würden… sicher war ich mir nur damit „Dass wenn wir beide unzufrieden sind kann es doch nur schief gehen!“ Also blieb mir nichts anderes über als zu warten. Zwischendrin habe ich ihn aber immer mal wieder angesprochen… meistens nach den Vorsorgeuntersuchungen beim FA.
    Einmal ist mir in der Zeit auch herausgerutscht, dass ich auch ohne ihn Kinder bekommen könnte. Das schmiert er mir noch manchesmal aufs Brot. 😦 Ich hatte gedacht, dass ich ihn damit „wach“mache… er sieht wie sehr ich diesen Wunsch… diese Sehnsucht habe. Ja es war nicht wirklich toll von mir. Doch irgendwann weiß man einfach nicht mehr weiter und versucht alles um seinen Mann wach zu machen. Manches mal habe ich gedacht „Sieht er nicht wie ich leide?“ „Wieso ist er in seinem Ego so gekränkt?“
    Bei uns kam wirklich die erste Wende als der FA zu mir meinte, dass er mir nicht mehr helfen könnte… ich ein FALL!!! für eine KIWU wäre. Den Tag werde ich niiie vergessen. Das Erstgespräch hat einige Ängste von meinem Mann genommen… und es wurde ihm schnell klar, dass wir diesen Weg der ICSI’s gehen sollten um überhaupt eine Chance zu haben eine richtige Familie zu werden. Er wollte mich nicht mehr so leiden sehn… er bekam von mal zu mal ebenfalls diesen großen Kinderwunsch. Ganz stark wurde sein Kinderwunsch als unsere Freundin bei der 1.ICSI schwanger wurde und er nun Patenonkel von dem Kleinen ist. Jetzt sagt er, dass er weiß für was sich dieser Kampf lohnt. Nach der letzten FG meinte er zu mir, dass er jetzt auch mit mir ans andere Ende der Welt reisen würde um diesen Wunsch uns zu erfüllen. Es braucht aber eben wirklich viiiel Zeit.
    Es ist wirklich ein großer Mist wenn sich die Männer nicht sicher sind… sie Ängst vor was auch immer haben.
    Einen wirklichen Rat kann dir da wahrscheinlich niemand geben. 😦

    Viele liebe Grüsse

    Melle

  5. Ich hab meinen Mann nicht überzeugen müssen. .wir hatten zusammen entschieden das wir welche wollten und ab wann wir nicht mehr verhüten, nix ist passiert. Ich dachte all die Jahre, wir haben noch zeit….aber um so mehr in unserer Umgebung schwanger wurden, umso schlechter ging es mir. Mein Mann hat damals den Kiwu Termin gemacht.

    Er sagt immer, er liebt mich und will das ich glücklich bin und wenn Kinder zu meinem Glück gehören, dann steht er hinter mir und unterstützt mich.

    Es ist schwierig wenn einer will und der andere nicht, gerade weil so eine kiwu Behandlung echt anstrengend für eine Beziehung ist..aber das weißt du ja selber.

    Ich drück dir die Daumen..dass er sich bald äußert…

  6. Liebe Kaya,

    ein unerfüllter Kinderwunsch ist immer eine Belastung für eine Beziehung.

    Nachdem wir unser Erstgespräch und das entsprechende Fazit nach den Untersuchungen hatten (O-Ton Arzt: „Kein Wunder, dass sie nicht schwanger werden. Das kann gar nicht gehen auf natürliche Weise.“), haben wir das Thema monatelang totgeschwiegen. Mich hat das dann irgendwann so frustriert, dass ich in Tränen ausgebrochen bin und wir endlich darüber geredet haben, wie wir die Behandlung angehen wollen.

    Das Thema auf Dauer verdrängen funktioniert einfach nicht. Man muss offen und ehrlich miteinander sprechen und der Partner sollte voll und ganz hinter einem stehen.

    Mein Mann möchte ja auch Kinder, aber ihm war wohl nicht so ganz klar, dass wir uns nun wirklich intensiv darum kümmern müssen, Termine in der Klinik machen, das mit den Kosten klären etc. Dass der Nachwuchs halt nicht vom Storch gebracht wird.

    Ich hoffe, dass ihr für euch einen Weg findet, diese Behandlung gemeinsam anzugehen und füreinander dazusein.

    Ich drück euch ganz fest die Daumen.

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