Die letzten 2 Wochen – Rückblick

Es ist etwas still hier geworden. Im Moment passiert bei uns in Richtung Kind nicht viel, also hier nur ein kurzer Rückblick, was mich in den letzten 2 Wochen besonders bewegt hat: (ungeordnet…)

 

–> Letzten Samstag war bei uns in der Nähe ein Kinderflohmarkt. Da mein Neffe Geburtstag hatte und Ostern ja auch näherrückt, wollte ich dort nach Geschenken stöbern. Normalerweise bin ich zu solchen Babymärkten immer mit meiner Mama oder meiner Schwägerin und den Kindern hingefahren, an dem Tag hatte aber keiner Zeit und ich bin alleine los (Schatzi wollte gerne ausschlafen).

Der Flohmarkt fand in der Turnhalle einer Grundschule statt und war ziemlich gut besucht. Viele Frauen mit Kindern von 0 bis 10, Schwangere mit unterschiedlichen Kugelgrößen, Väter, die ihre Kinder stolz auf den Schultern trugen… und alle waren sie gefühlt um Jahre jünger als ich. Ich habe mich irgendwie falsch dort gefühlt, als ob ich kein Recht hätte, auf einen Kinderflohmarkt zu gehen. Nein, es hat natürlich keiner was gesagt oder so, aber ich kam mir komisch vor. Es machte einfach keinen Spaß. Gekauft habe ich dann auch nichts dort, es hat mir nichts so richtig gefallen. Manchmal stöbere ich auf Flohmärkten gerne in den Stapeln mit winzigkleiner Babykleidung, grad wenn ich alleine unterwegs bin, an dem Tag hab ich das gelassen.

 

–> Am Sonntag danach war Familientag. Wir waren vormittags erst zum Brunch mit Papa, seiner Freundin, deren Tochter mit Freund, mein Bruder mit Frau und Kindern und der Mutter meines Vaters (also meine andere Oma) und deren Schwester. Das Essen war lecker, die Stimmung war gut, nur die Kinder (speziell der Mittlere, 4) hat etwas rumgenervt, weil ihm trotz Spielzeug und Büchern langweilig war und er nicht rumtoben durfte.

Nach dem Essen bin ich mit Schatzi noch einmal um den See dort gelaufen, wir haben einen Spielplatz aus meiner Kindheit wiederentdeckt und dort ein bischen rumgealbert.

Ab 13 Uhr sind wir dann alle noch zu Papas Haus gefahren und haben dort noch einen Kaffee getrunken. Wir haben noch ein paar alte Bravo Hits mitgenommen und uns gut unterhalten.

Was mich geärgert hat: Meine Oma hat für die 3 Kinder jeweils ein Tütchen mit Naschi und einem kleinen Schein fertiggemacht. Der Große (6) hat sich auch bedankt, der mittlere (4) hat garnichts gesagt. Als meine Schwägerin ihn gefragt hat, ob er sich bedankt hat, hat er aber JAAA gesagt und die Tüte ausgepackt. Meine Oma meinte dann: also von ihm habe ich kein Danke gehört. Daraufhin hat meine Schwägerin sich in seinem Namen bedankt, zu ihm hat sie aber Garnichts gesagt und ihn weiter spielen lassen. Ich hätte ihn zumindestens nochmal zu einem Danke aufgefordert. Oder das er zu der Oma hinkommt und meine Schwägerin sagt dann mit ihm zusammen Danke. Aber nehmen und weglaufen, das finde ich nicht gut. Er sagt auch nicht Hallo oder Tschüß oder schaut einen an, wenn man kommt. Danke oder Bitte auch nicht. Das gefällt mir überhaupt nicht, aber es ist deren Erziehung. Er kennt meine Oma kaum, das stimmt, aber er macht das auch bei mir oder meinem Papa oder so nicht. Ist er schüchtern oder trotzig? Schwer zu sagen.

Schatzi hat sich darüber ziemlich aufgeregt. Er findet das sehr unhöflich und unerzogen und hätte ihm das Päckchen wieder weggenommen.  Wie würdet ihr das machen?

 

–> Um 15 Uhr waren wir dann noch bei Schatzis Bruder eingeladen, der Große hatte uns zu seinem 2. Geburtstag eingeladen. Auch hier war ein volles Haus: Mein Schwager, seine Freundin, die Lütte (3 Wochen), der Große (2), meine Schwiegereltern, ihre Mutter und ein befreundetes Paar von ihr.

Der Große hat soooo viele Geschenke bekommen, obwohl sie sich Geld gewünscht hatten. Er war nachher schon völlig aufgedreht und überfordert und wollte die letzten Geschenke garnicht mehr aufmachen. Auch hier war die Stimmung gut, wir haben uns gut unterhalten. Die Lütte war kurz etwas knatschig, als sie dann eingeschlafen ist, habe ich sie auf dem Arm gekriegt und sie hat dort eine gute Stunde weitergeschlafen. Meine Schwiegermutter hätte sich den Spruch „Oh, das steht dir aber auch gut so ein Baby“ gerne sparen können, aber sie hat es sicher nicht böse gemeint.

Schatzi hat die Lütte in meinem Arm bewundert. Selber wollte er sie nicht halten. Sein Fazit: Sehr niedlich aber seeeehr klein.

Ein anstrengender Tag insgesamt. Abends hatte ich ziemliche Kopfschmerzen. Schatzi spricht in der letzten Zeit immer mal wieder von später, von einem Leben mit Kindern, das ist schön!

 

–>Die Kopfschmerzen blieben auch in den nächsten Tagen. Am Dienstag bin ich mit Fieber von der Arbeit nach Hause gefahren. Die nächsten drei Tage habe ich zwischen Bett, Sofa und Badewanne gewechselt. Das Fieber ging bis 39,2 hoch, dazu dröhnte mein Kopf, ich war schlapp, müde und total kaputt. Dann kam noch Husten dazu. Ich bin kein geduldiger Mensch, aber kranksein kann ich überhaupt nicht leiden. Eventuell bin ich dann auch etwas zickig…  Schatzi hat versucht mich aufzumuntern, manchmal hat er das sogar geschafft.

 

–> Am Donnerstag hätte ich bei einem 28-Tage Zyklus meine Mens bekommen sollen. Bis heute ist das überhaupt nichts von zu merken. Ich versuche mich davon nicht stressen zu lassen. Kenne ich ja schon. Einen Test mache ich nicht, lohnt sich nicht.

 

–> Der Nachbar meines Papas war früher eine Art Ersatzopa für uns Kinder. Zur Konfirmation z.B. sind er und seine Frau mit meinem Bruder und mir zu Starlight Express gefahren, mit Übernachtung. Das war toll für uns! Auch sonst haben wir die beiden früher viel auf Feiern mit dabei gehabt. Jetzt hat er sich umgebracht. Er war 76 Jahre alt, hat seit Jahren alleine gewohnt und keinen Sinn mehr in seinem Leben gesehen. Er hatte Probleme mit den Bronchien, der Lunge und jetzt hatten sie anscheinend noch Krebs bei ihm gefunden. Eine Chemo wollte er nicht, also hat er sich für den direkten Tod entschieden. Ich kann seine Entscheidung verstehen. Wir hatten in den letzten Jahren zwar keinen Kontakt mehr, traurig bin ich trotzdem. Er hatte sich von allen zurückgezogen, hat nur noch selten mit den Nachbarn gesprochen.

 

–> Meine beste Freundin hat einen neuen Typen kennengelernt und ist ganz verliebt. Leider wohnt er 3 Bahnstunden entfernt und sie sieht ihn nur am Wochenende. Es ist sooo schön, wenn sie endlich wieder so fröhlich ist. Also fröhlich ist sie eigentlich immer, aber wenn sie jetzt erzählt, dann ist da mehr „gequietsche“ zwischen. Ich freu mich für sie, auch wenn ich sie jetzt im Moment halt garnicht mehr sehe. Diese erste Phase des Verliebens ist einfach toll! Ich bin gespannt, wie es da mit ihr weitergeht!

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Die letzten Wochen waren also ein ständiges auf und ab. Positiver Nebeneffekt sind die 2 Kilo, die ich in der Zeit verloren habe.

Ich freue mich auf unseren Urlaub im Mai, der Gedanke hat mir immer wieder ein Lächeln zurückgezaubert.

Danach wird die Behandlung weitergehen. Ich kann mir im Moment nicht vorstellen, schwanger zu sein. Aber ich hoffe es so sehr!!!

 

Liebe Grüße

Kaya

 

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