Alle Karten auf den Tisch!

Meine Familie ist für mich das wichtigste auf der Welt. (Mein Mann steht direkt darunter, mit einem winzigem mini bisschen Abstand.)

Ohne meine Familie könnte ich nicht glücklich sein.

Ich habe über unseren Wunsch und unsere Behandlung nicht allen Familienmitgliedern gleichviel erzählt. Vom Kinderwunsch wussten alle, dass wir in Behandlung gehen auch, aber das wie und wann war unterschiedlich.

Ich hielt es für den richtigen Weg. Ich glaubte, ich brauche Ruhe und wollte das mit mir selber ausmachen. Das hat dazu geführt, dass meine Familie nicht wusste, wie sie mit mir umgehen soll. Ich wusste ja selber nicht genau, wie ich behandelt werden wollte.

– Meine Mutter war der Meinung, dass man das Thema bei mir am besten garnicht anspricht.

– Meine Schwägerin hat gedacht, dass ich da eigentlich drüber reden möchte, es aber wegen meiner Mutter nicht gemacht. Mein Bruder genauso.

– Meine Schwester hat erst im Nachhinein erfahren, dass die erste Behandlung gelaufen ist. Also von mir. Von meiner Mutter oder von meiner Schwägerin wusste sie schon vorher davon, hat aber nichts gesagt.

– Mein Vater hat irgendwie garnichts mitbekommen.

= Die Folge: Jeder wusste ein bisschen und wollte innerlich gerne mehr wissen. Da ich zu einigen bewusst waage Antworten gegeben hatte, waren auch unterschiedliche Abläufe, Zeiten und Daten im Gespräch. Wenn ich im Raum war, wurde das Thema bewusst ausgeklammert, keiner hat sich getraut zu fragen.

Bei gemeinsamen Ausflügen wurden wir ausgeklammert, wir wurden nicht gefragt, ob wir babysitten können weil alle dachten, dass ich „zu viel Kinder um mich rum“ nicht gut ertragen könnte.

Ich habe mich ausgeschlossen gefühlt, mich mit meinem „Problem“ nicht ernst genommen, ein Einzelkämpfer… wie jemand mit einer unhygienischen Krankheit…

 

Damit ging es mir nicht gut und ich habe entschlossen, mit (fast) offenen Karten zu spielen.

–          Als erstes habe ich meinem Papa von den Behandlungen erzählt. Er hat sich erstmal den Begriff ICSI aufgeschrieben und will da jetzt nachlesen. Auch seine Freundin hat immer wieder bei ihm nachgefragt, er konnte aber eben bisher nichts genaues sagen.

–          Ich habe mit meiner Schwägerin und meinem Bruder gesprochen. Ich habe gesagt, dass es mir im Moment nicht gut geht, dass ich jetzt offen sein möchte und Hilfe und Rückhalt grade aus der Familie brauche. Ich brauche Nähe und Kontakt zu den Kindern. Wir werden versuchen, exklusive Tanten-Zeit einzubauen, davon profitieren sie ja genauso wie ich. Sie dürfen mir gerne alle Fragen stellen, ich werde fast alles beantworten.

–          Mit meiner Mutter muss ich noch sprechen. Ihr werde ich aber das gleiche erzählen.

 

Von dem Blog werde ich keinem erzählen. Das ist mein Tagebuch… hier kann ich schreiben, was ich will und keiner kann sich persönlich angegriffen fühlen.

 

Diese Strategie fühlt sich für mich richtig an.

 

Ich habe mir jetzt eine Überweisung zu einer Psychotherapeutin geholt. Das wird mir sicherlich auch viel helfen. Wenn es nur nicht so schwer wäre, einen Termin zu bekommen!

Vielen Dank für all eure lieben Kommentare und die schönen Mails! Was wäre ich ohne euch alle!!!!!

Liebe Grüße

Kaya (die jetzt schon wieder einen Silberstreif am Horizont sieht…)

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