1 Woche alt – Hoch und Tief

Jetzt ist die Lütte schon 1 Woche auf dieser Welt.

Wie ist es jetzt, Mama zu sein, nach einer so langen Warte – und Wunschzeit?

 

Ich schwebe nicht auf Wolke rosarot, dass muss ich ehrlicherweise sagen. Zu viele Emotionen, zu viele Gedanken, zu viel Verantwortung, zu viel Zukunft.

Ich liebe mein kleines Mädchen über alles. Sie ist ein eher ruhiges Kind, welches problemlos trinkt, nicht spuckt, ordentlich die Windeln vollmacht und uns mit ihrer Grimassenzieherei völlig verzaubert.

Die erste Woche war für mich bisher ziemlich intensiv. Von superglücklich-an-der-kleinen-schnüffelnd bis hin zur kleinen Panik-Attacke geht es ziemlich schnell hin und her.

Ich bin die Hauptperson und damit auch die Hauptverantwortliche für sie. Das ist eine enorme Sache.

Sie ist noch so ein kleines hilfloses Wesen und damit völlig auf mich angewiesen.

Wenn sie manchmal plötzlich an zu brüllen fängt, ohne ersichtlichen Grund, und ich sie nur schwer trösten kann und nicht weiss, was sie hat, dann fühle ich mich ziemlich schlecht.

Wenn sie nach dem Stillen seelig seufzend in meinem Arm einschläft, dann fühle ich mich ziemlich gut.

————————

Im Moment schlafen und leben wir quasi auf unserer Couch. Die ist groß und bequem und ich kann alle benötigten Utensilien bequem in Reichweite ablegen. Die Lütte schläft neben mir, ein Stillkissen in U-Form um sie herum gelegt, in ein kuscheliges Tuch eingewickelt und warm zugedeckt. So bekommt sie Sicherheit, Wärme und Nähe.

Das ist ok für mich.

Die erste Nacht habe ich versucht, sie im Beistellbett abzulegen und mich dann ins Bett daneben zu legen. War ein ziemliches Fiasko mit viel Gebrüll und Geschrei.

Dann eben so.

Sie wird trotzdem irgendwann im Beistellbett schlafen und dann später im eigenen Bett.

Erstmal muss sie aber richtig ankommen und uns und das Leben kennenlernen.

 

 

Ich habe nicht den Anspruch, alles perfekt zu machen und ich weiss, dass ich auch nicht alles alleine machen muss, aber es fällt mir noch schwer, meinen Weg zu finden.

Ich habe gelernt, dass ich Schatzi deutlich sagen muss, wenn ich etwas von ihm möchte. Er sieht vieles einfach nicht.

Das ich mit schlafendem Kind im Arm zwar schön auf dem Sofa kuscheln kann, aber nicht in der Lage bin, mir Frühstück zu machen, weil sich das Kind eben manchmal nicht ablegen lässt, z.B.

Das ich manchmal einfach weine und von ihm umarmt werden möchte, obwohl nichts los ist.

Das ich manchmal nicht aussuchen möchte, was wir heute essen wollen, weil mir die Entscheidung schon zu viel ist.

Das es mir zuviel ist, wenn wir mal eben seine Eltern besuchen wollen.

Klare Ansagen helfen, sind aber schwierig. Manchmal hätte ich gerne meine Mutter hier, die mir einfach ohne viele Fragen alles abnimmt. Das Kind zu versorgen ist schon teilweise genug. Leider arbeitet Mama viel und lange. Ich weiss, wenn ich wirklich Hilfe brauche, dann wird sie kommen. aber soll ich sie dann staubsaugen schicken? Komischer Gedanke für mich!

—————————————–

Mein neuen Erkenntnisse:

Bisher ist die Lütte anscheinend recht zufrieden mit mir. Dann schnüffele ich wieder an ihren ziemlich vielen dunklen Haaren und mir kommen die Tränen vor Glück!!

Ich habe jetzt noch mehr Respekt vor allen Zwillingseltern. So sehr ich mir immer Zwillinge gewünscht hatte, so wäre das doch jetzt viel zu viel für mich.

Bei uns im Haus müssen einige Wege noch optimiert werden. Irgendwie ist das was man braucht immer weit weg.

Auch wenn ich mich nach der Geburt wieder ziemlich fit fühle, hat die Hebamme nochmal ausdrücklich auf viel Ruhe bestanden.  Zu viel rumlaufen und was tun ist nicht gut. Also mache ich nur ein bisschen.

Einige Hersteller von Stramplern haben sicher noch nie ihre eigenen Modelle am Kind ausprobiert.

 

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8 Antworten

  1. Ach kaya, gönn euch zweien all die Zeit, die ihr braucht um euch zu finden. Ihr macht das bestimmt toll so wie ihr es macht.

    Männer brauchen eben manchmal ne klare Ansage, ich wette, dass er aktuell genauso hilflos seinen Gefühlen ausgeliefert ist wie du es bist. Auch er ist ja erst eine Woche Papa. Männer ticken da ja eh meist anders. Sag ihm einfach was er dir gutes tun kann.

    Und das mit dem Haushalt und dem Staubsaugen, mich nervt es auch manchmal wie es hier aussieht, aber muss man super Mama sein? Ich habe jetzt für mich entschieden die Zeit mit dem kleinen zu genießen 😉

    Drück dich! Liebe Grüße an das kleine Mädel!!

  2. Ach Kaya, alles wird gut! Du machst das sicher großartig, auch wenn man selber zwischendurch mal zweifelt. Und was das Nicht-Ablegen-Können angeht (meine 2. Maus ist auch so ein Kandidat): Tragen, tragen, tragen! Ich hatte sie direkt von Anfang an im der Manduca und habe jetzt noch eine Bondolino, weil ich das bequemer finde. Damit sind alle glücklich und ich bin beweglich. Deine Hebamme kann dich da sicher auch beraten! Lg und alles Gute!

  3. Herzlichen Glückwunsch!!!
    Die ersten Wochen sind surreal aber großartig. Hast Du schon mal ein Tragetuch ausprobiert? Die elastischen von moby wrap fand ich am Anfang gut.
    LG, Emma

  4. Ich denke all die Liebe die Du der Lütten geben kannst macht Dich automatisch zur Supermama.Der Rest wird sich einpendeln…sei nicht so streng mit Dir 😉 Euer ganzes Leben stellt sich durch den neuen Erdenbürger auf den Kopf- da ist ein bißchen Eingwöhnungszeit und „vermeintliches Chaos“ absolut plausibel.Genießt Eure Kennenlernzeit und gönn dem Staubsauger auch mal Ruhe 🙂
    Nochmal Herzlich Willkommen kleines Mädchen :-))))

  5. Das was Du gerade durchmachst ist glaube ich total normal. Ich hab mir vorher auch nicht vorstellen koennen, dass diese anfallsartige Panik in der ersten Zeit so sehr dazu gehört. Ich hab mir selbst auch viel zu wenig Zeit gegeben. Denk dran. Nicht nur die Kleine muss Euch kennenlernen, auch umgekehrt. Es ist okay, in Rollen erst rein zu wachsen. Und auch heute, nach 13 Monaten hab ich noch so oft das Gefühl, nicht perfekt genug zu sein. Vielleicht eine Erscheinung unserer Generation. Das alles darf sein und muss sein und das allerwichtigste…
    Gib Dir echt Zeit! Eine Woche ist wie ein Wimpernschlag. Das alles hat auch nichts damit zu tun, wie sehr man sich ein Kind gewünscht hat. ❤

  6. Da kommt mir vieles bekannt vor 🙂
    Mal eben schnell wohin gehen klappt bei uns nach 8 Wochen immer noch nicht. Ich verschätze mich einfach immer mit der Zeit. Bis alle beide gestillt, gewickelt und transportbereit sind, geht irgendwie echt ewig.
    Liebe Grüsse
    Hanni

  7. Kann dein Gefühlschaos gut nachvollziehen. Die erste Zeit hat mich auch ziemlich umgehauen. Die Emotionen, die Schmerzen. Hab dazu auch einen kleinen Beitrag geschrieben. Vielleicht schaust du mal vorbei: https://nochnemuddi.wordpress.com
    Wünsche dir eine intensive Zeit! Es ist furchteinflößend und wunderschön zugleich;)

  8. Hallo Kaya,
    Erstmal ganz herzlichen Glückwunsch zur Geburt Euer Tochter.
    Ich würde so gern deinen Geburtsbericht lesen. Darf ich nach dem Passwort fragen? Habe das ja auch alles noch vor mir….

    Liebe Grüße,
    Kasi

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