Wochenrückblick 14.-20.12.2015

Am Montag entdeckt die Lütte beim Mittagsschlaf plötzlich die Schnuller neu. Es lag einer im Bett und an dem hat sie das erste Mal seit Monaten wieder genuckelt. (Nein, der Schnuller wird regelmäßig gewechselt, sie hat seit Monaten kein Interesse am Nuckeln gehabt, nur daran rumgekaut 😉 ) Mit dem Schnuller im Mund schläft sie fast alleine ein. Kurz vor Ende rutscht er aber aus dem Mund und sie schreckt wieder hoch. Also doch die Brust…

 

Nachmittags treffe ich mich mit Mama. Wir gehen erst lange spazieren und reden dabei über die Probleme, die Vererbung in der Patchworkfamilie mit sich bringen kann. Sowohl ihr Mann, als auch die Verlobte meines Vaters haben ja noch eigene Kinder. Das ist ziemlich kompliziert zu regeln, wenn niemand benachteiligt werden soll. Ohne Testament geht da Garnichts.

Bei Mama zuhause demonstriert die Lütte ihre Vorwärtskommtechnik. Es ist aber auch alles so interessant dort! Wenn sie will, kann sie schon richtig schnell werden…

 

Dienstag ist morgens Spielgruppe. Auch dort robbt die Lütte munter durch die Gegend. Am liebsten würde sie den Ball haben. Der rollt aber immer weg und sie lustig hinterher. Ab und zu schaut sie sich nach mir um und spielt dann weiter.

Der Schnupfen ist fast weg und die Spitze des oberen Zahnes ist zu sehen. Ich schreibe in der Nacht zu Mittwoch das 2. Schlafprotokoll. Sie wacht zwar häufig auf, in der Nacht ist aber eine Schlafphase von über 3 h.

 

Am Mittwoch bastele ich endlich den Schokobus für Schatzi fertig. Die Materialien hatte ich alle schon länger hier liegen, aber der passende Moment war noch nicht da. Heute konnte ich die Lütte endlich mal ablegen und sie hat neben mir mit allem möglichen gespielt und mich fast in Ruhe arbeiten lassen. Das hat Spaß gemacht!

Ich bin hin und her gerissen, ob ich ihr die Schnuller lassen soll. Sie hat ihn in der Woche nur zum Autofahren bekommen, wenn ich weiss, dass sie müde ist und schlafen könnte, oder im Kinderwagen. Einerseits beruhigt sie sich damit sehr schnell und schläft ein. Andererseits versuche ich ja grade ihr das Nuckeln zum einschlafen abzugewöhnen. Also dass sie an der Brust nuckelt zum einschlafen. Mal schauen, wie sich das Schlafen nachts entwickelt.

 

Die Nacht auf Donnerstag ist furchtbar. Die Lütte wird andauernd wach, weint laut und lässt sich nur durch langes Nuckeln wieder in den Schlaf bringen.

Um kurz nach 7 Uhr klingelt das Telefon und ich bin hellwach. Schatzi ist dran – er kommt nach Hause, seine Mutter ist in der Nacht gestorben. Sie ist garnicht mehr wach geworden, seit sie im Krankenhaus liegt und jetzt ist sie an einer Lungenentzündung verstorben.

Als Schatzi zuhause ist, fahren wir zum Schwiegervater. Der ist ziemlich gefasst und zusammen warten wir auf den Bestatter. Wir sprechen viel über Schwiegermutter und zu all der Trauer mischt sich ein Gefühl der Erleichterung. Sie hat es endlich geschafft. Das hört sich hart an und ein kleines schlechtes Gewissen kommt hoch, aber sie hat einfach nicht mehr gewollt. So ging es schnell und sie hatte keine Schmerzen.

Mit Schwiegervater zusammen suchen wir Sarg, Urne, Schleifentext, Blumenschmuck und Bekleidung raus und formulieren die Zeitungsannonce. Zwischendurch telefoniert er alle Bekannte ab, den Pflegedienst, den Arzt und noch viele mehr. Gegen Mittag kommt Schatzis Bruder (quasi zur Ablösung) und wir fahren nach Hause. Die Lütte braucht dringend Mittagsschlaf. Den hält sie dann auch gründlich. Sie schläft fast 2 h!!

Nachmittags fahren wir noch kurz einkaufen und danach treffen wir uns mit Schwiegervater zum Essen. Er wirkt weiter sehr ruhig, wie es eben seine Art ist, lässt er sich keine Gefühle anmerken und stürzt sich eher in Arbeit und räumt alles auf.

 

Abends kommt die Lütte nicht zur Ruhe. Sie ist zwar müde, schläft aber partout nicht ein. Nach 1,5 h gebe ich erstmal auf und gehe mit ihr wieder ins Wohnzimmer. Ich bin ebenfalls aufgewühlt durch den Tag, das spürt sie wahrscheinlich.

Wir schauen mit Schatzi noch ein paar Fotos an, denn die DVD vom Fotoshooting ist endlich da. Es sind ein paar sehr schöne Bilder dabei.

Hier ein paar kleine Highlights:

 

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Es hat echt Spaß gemacht. Wir haben eine DVD mit allen Bildern des Shootings bekommen (fast 300) und da kann man schon sehen, wie schwierig es ist, ein Baby zu fotografieren. Auf der DVD sind auch einige von der Fotografin nachbearbeitete Bilder. Sehr schön gemacht, insgesamt!

 

Um kurz nach 21 Uhr zeigt die Lütte dann wieder eindeutige Müdigkeitszeichen und wir wagen einen zweiten Anlauf. Der klappt gut und so schlafen wir endlich ein.

 

Am Samstag betüddelt Schatzi die Lütte und wir machen die Kalender fertig. Wir schaffen es vor 12 Uhr und hoffen auf eine Lieferung noch vor Weihnachten.

Wir besuchen noch einen Freund, der wieder im Krankenhaus ist. Eigentlich sollte die Lütte auf dem Weg dahin ihren Mittagsschlaf halten. Davon hielt sie aber Garnichts… erst kurz vor Ankunft schläft sie ein und wacht dann gleich wieder auf…

Auf der Rückfahrt ist sie dann endlich so müde, dass sie einschläft.

Ich besuche noch kurz mit ihr meinen Bruder und schaffe es endlich, das Geburtstagsgeschenk für meinen mittleren Neffen abzugeben. Dort ist irgendwie wieder eine gestresste Stimmung. „Es ist noch so viel zu tun vor Weihnachten…“ Wo bleibt denn da die schöne Weihnachtsstimmung?

Abends mache ich der Lütten ein Milchfläschchen und sie trinkt im Bett tatsächlich 100 ml davon. Danach bekommt sie noch die Brust und schläft schnell ein. Zwar kommt sie noch mehrmals die Nacht, aber von ca. 24 bis 4 Uhr ist Ruhe!!

Sonntag morgen stehe ich wieder um kurz nach 7 Uhr auf und schreibe diesen Bericht zuende. Die Lütte schläft noch bis 8.15 Uhr und räumt jetzt grade neben mir das Regal aus :). Sie geniesst ihr neues Vorwärtskommen sichtlich! Ihr Lieblingsspiel zur Zeit: Stapelturm einschmeissen!

Für heute will ich noch Lebkuchen backen und anfangen die Geschenke einzupacken.

 

Die Woche war echt heftig. Schwiegermutti ging es das letzte halbe Jahr schon deutlich schlechter und es bestand auch keine Chance auf Besserung. Schatzi ist traurig und lenkt sich mit allerlei Sachen ab. Man kann sich so oft sagen, dass es das Beste für sie gewesen ist, traurig ist man dennoch.

Das wird ein komisches Weihnachten, so ohne Schwiegermutter. Am Dienstag ist noch die Trauerfeier, davor graut es mir ein wenig. Ich finde es furchtbar, wenn ich dort sitze und der Sarg steht vor mir! Aber da müssen wir durch. Wir werden die Lütte mit hin nehmen und dann mal schauen, wie es klappt. Sonst gehe ich mit ihr raus.

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