Was für eine Woche… (KW 18)

Es fing schon am Sonntag nachmittag an, als die Tagesmutter mir eine Nachricht schickte: Ihr Mann ist krank – „Magen-Darm“. Ihr selbst und den Kindern geht es gut, aber sie muss uns eben Bescheid sagen, damit wir selbst entscheiden ob wir das Kind hinbringen oder nicht.

Tja, was tun?

Wir haben uns dafür entschieden, die Lütte hinzubringen. Ich oder Schatzi können nicht einfach deshalb bei der Arbeit fehlen. Einen anderen Aufpasser haben wir auch nicht spontan.

Alle anderen Eltern haben es genauso gemacht, also war das Haus voll… und da es geregnet hat, war die ganze Rasselbande drinnen. Ich hoffe, der Mann konnte trotzdem etwas Ruhe finden…

(Das ist einer der Nachteile bei einer Tagesmutter. Es sind „potentielle Krankheitsherde“ dort (hier: Mann, 2 eigene Kinder), die auch wenn sie krank sind, trotzdem im Haus bleiben. Dafür kann ich dann aber keine eigene Krankschreibung bekommen, sondern muss abwägen, ob ich das Kind hinbringe. Das gilt natürlich nicht bei schweren Krankheiten, dann muss die Tagesmutter zu machen. Auch wenn sie selber krank ist. Es gibt wohl eine Vertretung, die habe ich aber noch nicht kennen gelernt.)

 

Am Montag und Dienstag war die Lütte also dort. Es ging ihr gut, sie war fröhlich und munter, hat gut gegessen und geschlafen.

 

Am Dienstagabend war sie dann ziemlich müde und wir sind gegen 19 Uhr ins Bett gegangen. Ich habe sie gestillt und als sie nicht mehr getrunken hat, habe ich sie abgedockt und mit ihr gekuschelt.

Plötzlich hat sie angefangen zu würgen und einen großen Schwall Milch und Abendessen erbrochen. Ich habe sie schnell auf die Seite gedreht und dann kam noch ein ziemlicher Schwapp. Mit der Lütten auf dem Arm habe ich dann Schatzi zu uns gerufen. Er hat das Bett neu bezogen, den Matratzenschutz abgezogen und gelüftet. Ich habe in der Zeit die Lütte in der Badewanne ausgezogen (sie hat ziemlich was abgekriegt) und dann zusammen mit ihr geduscht. Sie hat komischerweise überhaupt nicht geweint, war aber ziemlich müde und genervt von der ganzen Aktion.

Mit frischem Body, Schlafanzug und Schlafsack haben wir uns gegen 20 Uhr wieder ins Bett gelegt. Die Lütte ist schnell wieder eingeschlafen, wollte überhaupt nicht gestillt werden.

 

Kurze Zeit später (ich war noch garnicht eingeschlafen) hat sie dann erneut gespuckt. Diesmal nicht so viel, trotzdem war wieder ein neues Bettlaken und einmal komplettes Umziehen nötig. Ich habe ihr ein Vomex-Zäpfchen gegeben und etwas Wasser zu trinken. Danach wollte sie im Bett noch etwas gestillt werden.

 

Das nächste Mal hat sie um 23 Uhr erbrochen. Wir hatten immerhin dran gedacht, ein großes Handtuch unterzulegen, so dass dieses Mal nicht das Bettlaken gewechselt werden musste. Es kam nicht mehr so viel raus, allerdings hatte sie auch ziemlich in die Windel gemacht. Kein richtiger flüssiger Durchfall, aber doch sehr weich. Also erneut komplett umziehen.

Die Lütte tat mir so leid! Sie war so fertig und ist zwischendrin garnicht richtig wach gewesen. Sie fand das dauernde aufstehen und umziehen und saubermachen total blöd.

Ich musste mich richtig zusammenreißen, den Geruch von Erbrochenem kann ich garnicht ab. Mehrmals war ich kurz davor, selbst loszuspucken…

 

Danach war es endlich vorbei und die Lütte hat geschlafen. Ich konnte lange nicht einschlafen, war zu nervös und habe auf jeden ihrer Atemzüge gelauscht.

 

Am Mittwoch war sie dann nicht bei der Tagesmutter und ich habe mich Co-Krankschreiben lassen. (Dazu mussten wir natürlich zum Kinderarzt. Ich hatte die ganze Zeit Angst, dass sie wieder losspuckt. Das kommt ja spontan.)

 

Die Lütte hat den Tag über ein bisschen was gegessen (ganz vorsichtig habe ich ihr magenschonende Sachen gegeben) und war eigentlich recht munter.

Wir sind spazieren gefahren, haben etwas draußen gespielt und uns einen ganz ruhigen Tag gemacht.

Puuuhh.

 

Nebenbei habe ich noch in der Woche irgendwie die letzten Vorbereitungen für Donnerstag gemacht. Dann war nämlich der JGA meiner Freundin K geplant. Es ist garnicht so einfach, alle 12 Mädels unter einen Hut zu kriegen. Wer macht wann, was und vor allem wo…

Wie habe ich am Mittwoch gezittert, dass ich nicht teilnehmen kann.

 

Glücklicherweise ging es der Lütten aber gut und am Donnerstag strahlte auch der Himmel – ein perfekter Tag für einen JGA.

Schatzi hat einen Freund eingeladen, die beiden wollten eine Grube für unsere Sandkiste ausheben. Ihm war nicht nach Vatertagstour.

Wir Mädels wollten uns um 13 Uhr treffen, auf einem Spielplatz bei K in der Nähe. Ich habe also nach dem Mittag die quietschfidele Lütte eingepackt und noch 2 Mädels mitgenommen und wir sind (trotz Hafengeburtstag) rechtzeitig und gut gelaunt dort angekommen.

Zum JGA selbst wird es noch einen extra Beitrag geben. Also nur kurz: Es war schön! Für fast alle.

Mir war den morgen über schon flau im Magen und ich hatte etwas Kopfschmerzen. Ich habe also eine Tablette geschluckt und zur Sicherheit Vomex mitgenommen. Den Tag wollte ich nicht verpassen!

Leider wurde es aber immer schlimmer und als wir dann zum gemütlichen Teil mit Picknick übergehen wollten, ging bei mir garnichts mehr. Essensgerüche… puh – da musste ich schon sehr vorsichtig atmen.

So ein Mist!!!

Ich habe mich dann relativ schnell verabschiedet, im Auto noch 1 – 2 Tabletten genommen und es irgendwie heil nach Hause geschafft. Zwischendurch einmal kurz angehalten, etwas geatmet, dann Schatzi angerufen und vorgewarnt, dass er gleich schnell die Lütte übernehmen soll – Mutti braucht Ruhe und muss liegen…

Zuhause habe ich dann die Lütte übergeben und mich mit einem nassen Handtuch auf dem Kopf und völliger Dunkelheit erstmal ins Bett gelegt.

Nach einer guten Stunde bin ich dann halbwegs munter wieder aufgestanden und habe mit Schatzi und der Lütten noch ein bisschen Zeit verbracht. Schatzi hat sich super um die Lütte gekümmert, während ich ziemlich fertig auf dem Sofa gelegen habe, vorsichtig etwas Wasser getrunken habe und ein paar Salzkräcker gegessen habe.

 

Die Nacht war die Lütte netterweise sehr ruhig und hat gut geschlafen (für ihre Verhältnisse).

Ich war kurz davor, einen Schwangerschaftstest zu machen. Das war so ein komisches Gefühl im Bauch. Aber a) hatte ich keinen da und b) war das aus mehreren Gründen sehr unwahrscheinlich. Dazu später mehr…

 

Am Freitag hatten Schatzi und ich frei. Ich habe die Lütte um 8 Uhr zur Tagesmutter gebracht und mich dann noch zu Schatzi ins Bett gekuschelt. Was für ein Luxus!!

Dann sind wir aufgestanden, haben ein bisschen gefrühstückt (ich eher Tee und etwas salziges- der Magen war noch nicht wieder völlig ok) und dabei ganz gemütlich einen Film gekuckt. Danach haben wir es uns noch etwas gemütlicher gemacht 😉 und irgendwann war es dann 14 Uhr und wir haben die Lütte abgeholt. So ein Tag war mal dringend nötig gewesen!

 

Nachmittags waren wir noch einkaufen. Das Sandkistenloch ist mit 2,40 x 2,40 ziemlich groß geworden, so dass wir uns erstmal über das benötigte Holz klar werden mussten. Also haben wir nichts gekauft…

 

Samstagvormittag haben wir den Erdberg im Garten etwas verteilt. Kurz, denn leider hatte es jetzt Schatzi erwischt und ihm war ziemlich übel. Daran konnten auch ein paar Tabletten und eine lange Mittagsstunde nichts ändern.

Wie blöd! Heute war doch der große Tag von K –> die Hochzeit!!!

Keine Chance – es ging ihm immer schlechter. Er konnte grad noch die Lütte beaufsichtigen, so dass ich mich schnell duschen und fertig machen konnte.

Was für ein Chaos! Schnell fertigmachen, schminken, Haare machen, Kleid anziehen, dann die Lütte anziehen und losfahren.

Das hatte ich aber anders geplant… und dann waren auch noch ganz viele Spazierfahrer unterwegs *grrrrr*

Um ganz kurz vor knapp (*hust – K war schon sehr nervös, weil die Trauzeugin 10 Minuten vorher noch nicht da war.* – Sorry nochmal!!! ) habe ich es dann zur Trauung geschafft. Mit der Lütten auf dem Schoß konnte ich der schönen Zeremonie lauschen und musste glatt ein paar Tränchen verdrücken – K sah aber so glücklich aus!!

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(Ich stehe etwas unglücklich – bitte drüber hinwegsehen… das Kleid ist dunkelblau – nicht schwarz…)

Die Feier selber war schön, aber etwas anstrengend. Ich wäre gerne mehr für K da gewesen, aber mit der Lütten auf dem Arm war es mir schlichtweg nicht möglich. Da hat mir Schatzis starker Arm schon sehr gefehlt. Absetzen konnte ich sie immer nur kurz. Da waren einfach zu viele fremde Menschen und die bekannten sahen in ihren Kleidern und Anzügen ganz anders aus.

Eigentlich hatten wir abgemacht, dass Schatzi sie abends abholt, damit ich noch etwas feiern kann. Ein kurzes Telefonat ergab aber, dass er lieber überhaupt nicht aufstehen wollte, geschweige denn Autofahren oder aufs Kind aufpassen. Schade, aber nicht zu ändern.

Die Lütte hat dann bis knapp 21 Uhr ausgehalten. So konnte ich immerhin die Vorsuppe und den Zwischengang noch mitnehmen. Sehr lecker!

 

Am Sonntag ging es Schatzi glücklicherweise wieder besser. Genau wie bei mir hat die Übelkeit ca 24 h gedauert und ist dann abgeflaut. Komische Sache…

Mittags hatte uns Schatzis Bruder zum Essen eingeladen. Wir haben alle 3 sehr vorsichtig gegessen… aber es war doch ganz nett. Sein Vater war auch da und wir haben uns gut unterhalten.

Nach dem Essen sind wir dann noch im Wald nebenan spazieren gegangen. Sein Vater hat seit 4 Wochen einen kleinen Dackelwelpen (… die ist sooo süß!!! ), die brauchte etwas Auslauf. (und ich hätte auch so gerne einen Hund…)

 

Am Nachmittag sind wir alle dann noch zusammen auf dem Spielplatz gewesen. Das war richtig schön! Die Lütte liebt es zu schaukeln! Außerdem findet sie im Sand buddeln grad ganz toll. Und mit Papa im Gras krabbeln! Oder an den Händen zu laufen!

 

Ein schöner Nachmittag, der eine sehr stressige Woche beendet hat…

 

Ich hoffe eure Woche war etwas entspannter…

 

PS: Ab Sonntagabend habe ich zusätzlich das altbekannte Unwohlsein im Unterleib gespürt. Am Montag habe ich dann nach fast genau 2 Jahren meine Tage bekommen. Das erklärt auch meine etwas gereizte Stimmung der letzten Tage/Wochen … Mal schauen, wie regelmäßig es jetzt wird… Die Lütte ist immerhin fast 14 Monate alt.

 

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Eine Antwort

  1. […] bestem Wetter hatten wir viel Spaß auf dem JGA, auch wenn ich selber krankheitsbedingt nicht lange dort geblieben […]

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