Erfahrungsbericht: Nummernflohmarkt

Wie ihr ja wisst, bin ich eine leidenschaftliche Flohmarktgängerin.

Da die Lütte aus vielen ihrer Klamotten rausgewachsen ist und ein zweites Kind erstmal nicht in Frage kommt, habe ich mich bei einem sogenannten Nummernflohmarkt angemeldet.

————–

An einem bestimmten Datum konnte man zwischen 14 und 17 Uhr eine Nummer anrufen und sich anmelden. Es gab allerdings eben nur eine Telefonnummer und die war über 1 h lang besetzt. Klar, wenn dort alle mitmachen wollen… das war schonmal nervig… (Nervig No. 1)

Irgendwann war dann frei und ich konnte meine Daten durchgeben. Mir wurde eine Nummer zuteilt, den Rest der Unterlagen habe ich dann per Post bekommen.

 

In den Unterlagen wurde genau beschrieben, was ich wie zu beschriften habe, welche Sachen nicht genommen werden und wann ich wo die Sachen hinbringen und abholen darf.

Hörte sich sehr gut geplant an – War es dann leider nur theoretisch… (Spoiler 🙂 )

 

Ich habe also ein paar Stunden damit verbracht, alles durchzusehen, zu sortieren und mit kleinen Schildchen mit meiner Nummer, der Größe und dem Preis zu versehen. Das war schonmal echt fummelig. Es durften auch nur gerade Preise genommen werden, die Nummer in Rot ganz nach oben aufs Schild, keine Klebeetiketten usw. Es gab da viele Vorschriften… (Nervig No. 2) Egal, weitermachen…

 

Der Flohmarkt sollte am Samstag in einer Turnhalle stattfinden.

 

Am Freitagabend habe ich dann die Sachen hingebracht. Alles war voller Menschen, die wild umher gelaufen sind. Jeder hat seine Sachen auf die entsprechenden Tische gelegt (zB Hosen, Oberteile) oder auf die bereitgestellten Ständer gehängt (zB Kleider, Jacken, Regensachen, Schlafsäcke).

Mit meinen Sachen war ich dank guter Vorbereitung schnell fertig. Die Kleiderberge waren echt enorm! Ich hatte da schon etwas Zweifel, ob ich überhaupt etwas verkaufen würde. Wer wühlt sich schon durch diese Berge??

 

Nach dem Verteilen durften die Verkäufer selbst als erstes einkaufen gehen. Die Kassen wurden geöffnet und für 1 h durfte jeder schon vor allen anderen auf Schnäppchenjagd gehen.

Ich hatte mich als Helfer gemeldet, um den Aufbau zu unterstützen und vor allem nach dem „Verkäufereinkauf“ noch mal aufzuräumen.

Im Endeffekt habe ich über 2 h dort noch nachsortiert.

Es gab zuwenig Schilder und gerade die Ständer waren nicht eindeutig mit den Größen beschriftet, so dass jeder seine Sachen einfach irgendwo hingehängt hat. Erwähnte ich schon die Massen an Kleidung?? Alleine Jacken waren es in den Größen 50 – 144 über 10 Ständer (à 3 m).

Dazwischen wuselten die Verkäufer rum und suchten nach den besten Klamotten. Ein paar Kinder rannten durch die Gegend und haben Sachen hin- und hergehängt.

Alles wieder sehr nervig (Nr. 3)… das hätte man sehr viel effektiver hinbekommen, alleine durch mehr Schilder…

 

Um 21 Uhr war ich dann endlich zuhause. Schatzi hatte die Lütte beaufsichtigt und sie sogar ins Bett zum Schlafen bekommen… (Hach… das erste Mal übrigens)

 

Am Samstag war der Flohmarkt von 10-13 Uhr angesetzt.

Um 13 Uhr sollten sich alle Verkäufer wieder dort einfinden. Dann begann das große Chaos (anders kann ich es grad nicht bezeichnen) – Das wiederzurückräumen!!! Jeder räumt alles auf…

Im hinteren Teil der Halle waren die Verkäuferkartons der Nummer nach aufgestellt.

Im vorderen Teil gab es Vorsortierer, die die Sachen in 10er-Stapel vorsortiert haben (ZB alle Sachen der Verkäufer 20 – 29 auf einen Stapel, von 30 – 39 auf einen anderen usw.). Die Sortierer haben sich dann immer einen solchen Stapel geschnappt und ihn im hinteren Teil in die Kartons nach den genauen Nummern sortiert gepackt.

Dann ging es wieder zurück zu den Vorsortieren…

Das ganze glich einem riesigen Bienenstock… überall waren Menschen, die kreuz und quer liefen. Dazwischen blieben einige stehen und haben sich unterhalten. Dann spielende Kinder mittendrin. Irgendwann fingen einige Verkäufer dann an, die Sachen aus ihren eigenen Kartons zusammenzulegen und ordentlicher wegzupacken. Damit haben sie die Kartons natürlich aus der Reihe weggenommen und man konnte ihn zum sortieren schlechter finden.

Puuuuh, das war echt ein Chaos. Und nervig (Nr. 4)

 

In der Mitte des hinteren Teils war ein großer Haufen entstanden. Dort wurden alle Sachen abgelegt, an denen kein Etikett mehr war, oder die schon beim Aufbau aussortiert wurden (Wintersachen, dreckig usw). Diesen Haufen haben dann noch alle durchgewühlt… der Rest sollte ja gespendet werden…

 

Schatzi und die Lütte waren mit. Irgendwann habe ich die Lütte dann in den Bondolino auf den Rücken genommen und Schatzi hat mitgeholfen. Es war kein Ende abzusehen. Diese Kleiderberge wirkten so, als ob Garnichts verkauft wurde…

 

Irgendwann war es dann endlich vorbei. Wir konnten unsere Kartons nehmen und waren fertig… Im wahrsten Sinne des Wortes… Der Abbau hat über 2 h gedauert und war eigentlich das Schlimmste an der ganzen Sache…

 

Und was hat mir das Ganze jetzt eingebracht? Lohnt es sich? Würdest du das nochmal machen?

Ein klares NEIN!

Das eingenommene Geld wurde mir ein paar Wochen später überwiesen. Es sind etwas über 50 €. Für die ganzen Stunden, die ganze Arbeit und den ganzen Nervkram eindeutig zu wenig.

Das nächste Mal gehen wir zu einem normalen Flohmarkt. Das macht mir eindeutig mehr Spaß!!

 

Wo verkauft ihr eure Kleidung?

Was habt ihr für Erfahrungen mit Flohmärkten?

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2 Antworten

  1. Ich liebe ja auch Flohmärkte, aber wie du nur die richtigen.☺️

    Bei uns gibt es so einen netten Laden, wo man seine Sachen quasi auf (negative?) Kommission abgeben kann. Die Dame verkauft dann etwas (oder eben auch nicht) und man bekommt den vereinbarten Preis. Natürlich verkauft sie die Sachen etwas teurer, damit sie auch noch etwas davon hat.
    Bisher hab ich noch nichts gekauft oder verkauft (ich kann mich nicht von den Sachen trennen 🙄😍). Aber es wirkt alles sehr sauber und effizient. Vielleicht gibt es bei dir auch so einen ähnlichen Laden?

  2. Ein paar schöne teile hab ich schon über Mamikreisel verkauft. Fast alle anderen Sachen in 50/56 hat eine Freundin mir abgekauft. Ich verkaufe bei Mama Kreisel die Dinge die ich nicht bereit bin auf einem Kindertrödel für 1-3€ herzugeben. Für die anderen Dinge werde ich irgendwann mal zum Kindertrödel gehen wenn ich genug aussortierte Sachen zusammen habe so das es sich dann auch lohnt 🙂

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