Wo sind all die Kinder hin??

In meiner Kindheit wohnten wir in einer Spielstraße in einem Endreihenhaus mit schönem Garten. In unserem Garten stand eine große Sandkiste und ein kleiner Kletterturm mit Schaukel. Um uns herum haben viele gleichaltrige Kinder gewohnt, wir waren immer eigentlich ein ganzer Haufen an Kindern, die mal hier und mal dort gespielt haben. Heuschreckenartig quasi, je nachdem, wessen Mutter grade Eis gekauft hatte 🙂 .

In unserer Spielstraße gab es einen Spielplatz, der „langweilig“ war. Es gab eine grade Rutsche, eine quadratische Sandkiste, ein einfaches Klettergerüst und eine 2er-Schaukel. Ach und eine Wippe, alles brav eingezäunt. Dort gab es eine große Sandfläche, auf der wir „Länderkrieg“ gespielt haben. Ansonsten waren wir nicht so oft da. Aber wenn, dann immer gleich mit 6 – 8 Kindern. Hochtick konnte man da auch noch ganz gut spielen.

Etwas weiter weg (so ca 300 m vom Haus…) gab es einen zweiten Spielplatz. Dort gab es ein etwas anderes Klettergerüst und eine spaßige Wippe mit Drehtellern. Trotzdem waren wir dort eigentlich kaum. Keine Ahnung, vielleicht mochten wir die anderen Kinder dort nicht.

Wenn wir wirklich spielen und toben wollten, dann sind wir zum „großen“ Spielplatz gelaufen. Der war ca 500 m entfernt. Dorthin durften wir nur, wenn wir uns vorher abgemeldet haben. Dieser Spielplatz war klasse. Es gab ein Drehkarrussell, ein Reck, ein hohes Klettergerüst, eine Rutsche, einen geheimen Rundgang durchs Gebüsch, einen großen Stein zum raufklettern und eine hohe Palisadenwand aus runden Holzstämmen. Darauf saßen nur die großen Kinder, die kleinen konnten die 1,60 m Höhe noch nicht erklimmen. Außerdem gab es dort einen Hügel, auf den man hochklettern und mit den Rutschautos runterbrettern konnte. Hinter dem Kletterhügel war noch ein eingezäuntes Fussballfeld, darauf haben wir aber nie gespielt.

Auf diesem Spielplatz haben wir sehr viel Zeit verbracht. Es waren eigentlich immer Kinder da. Jedenfalls in meiner Erinnerung…

Ich weiss noch, dass wir mal „runterhüpfen“ gespielt haben, da war ich so ca. 8. Wir sind also vom Klettergerüst aus ca. 1,5 m Höhe in den Sand gesprungen. Mein Bruder war da 6 Jahre alt und ist ziemlich unglücklich aufgekommen. Er hat sich den Arm 2 x gebrochen und den Mundwinkel eingerissen. Es hat superviel geblutet und ich bin mit ihm zusammen weinend nach Hause gelaufen. Eltern waren damals keine auf dem Spielplatz und es hat uns auch sonst keiner aufgehalten oder geholfen. Mama und Papa sind uns schon entgegen gekommen. Mama hat ein Kind schreien gehört und war sich gleich sicher, dass das ihr Sohn ist.  Muttiintuition…

Das war der einzige Unfall, an den ich mich erinnere.

 

Warum ich das jetzt hier erzähle?

Seit Minnie laufen kann, verbringe ich gerne Zeit mit ihr auf Spielplätzen. Wir haben zwar einen Garten mit Sandkiste und Rutsche und viel Platz, aber ich mag einfach Spielplätze. Damit bin ich aber anscheinend eine aussterbende Spezies…

Vielleicht ist es nur hier in unserer Umgebung so, aber meistens sind wir die einzigen auf den Spielplätzen.

Manchmal kommen noch 1 – 2 Kinder kurz vorbei oder eine Mutti mit Kleinkind sitzt gelangweilt am Sandkastenrand.

 

WO SIND ALL DIE KINDER HIN???

 

Klar machen wir es uns auch mal Zuhause im Garten gemütlich, da ist ja auch Schatten und Essen und Trinken und ein Klo, aber Spielplätze sind doch toll – oder?

Wie seht ihr das?

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5 Antworten

  1. Ich habe festgestellt, dass es stark von der Umgebung abhängt. In der Stadt (viele Wohnungen, keine Häuser) sind die Spielplätze hier rappelvoll. Dann gibt es die Gebiete/Kleinstädte drumherum: Dort gibt es Bereiche, wo die Spielplätze quasi ausgestorben sind und welche, wo immer mal was los ist. Aber bei uns scheint die Regel zu gelten: Viele Häuser=leere Spielplätze.

  2. Anna Dorothea | Antwort

    In den kleineren Ortschaften scheint fast jeder seinen Spielplatz im eigenen Garten zu haben. In den Städten sieht es da anders aus. Als wir in Berlin-Friedenau gewohnt haben, waren die Spielplätze echt voll. Da hatte aber auch fast jeder 2 oder sogar 3 Kinder. 🙂

  3. Das habe ich auch bereits festgestellt. Früher rannten wir einfach draußen irgendwo rum, mussten um eine bestimmte Zeit zu Hause sein und es war in der Zeit „Egal“ wo wir waren und was wir gemacht haben. Das sehe ich in der selben Umgebung (meine Eltern wohnen da heute noch) nicht mehr. Entweder sieht man die Kinder dort nur im Garten spielen oder überhaupt nicht. Auch von bekannten, die schon Kinder haben, habe ich oft den Eindruck das sie sich keine Zeit nehmen mit den Kindern nach draußen zu gehen. Meistens sogar nicht mal die Muße haben sie in den Garten zu lassen, wo nun wirklich nicht all zu viel passieren kann.

  4. Hallo,
    Wir wohnen aufm Dorf, ca 100m ist ein kleiner Spielplatz, auf dem nie Kinder sind, es sei denn, wir gehen dahin. Etwas weiter weg gibt es in gegengesetzter Richtung zwei schöne grosse, ein neuer, ein älterer. Auf denen bin ich meistens auch alleine mit den Jungs, es sei denn wir gehen mit den Nachbarn oder treffen uns dort. Die meisten scheinen in ihren Gärten zu spielen, zumindest sieht man im Neubaugebiet in jedem einen eigenen Spielplatz. Irgendwie traurig, denn ich habe die gleichen Kindheitserinnerungen wie du.

  5. Ich mag Spielplätze. Aber in der Großstadt sind tolle Spielplätze die gut in Schuss sind eine Seltenheit. Im Neubaugebiet gibt es einen tollen. Der aber leider in der prallen sonne ist (daher kann man sich bei Hitze dort nicht lange aufhalten) und wenn das Wetter geeignet ist ist es seeeehr voll am nachmittag oder Wochenende. Wenn gehen wir am vormittag hin. Im stadtgarten ist viel Schatten aber leider viel Müll im Sand. 😕 eine netten gibt es noch. Aber ich hab nicht immer Lust 20-25min zu laufen pro Strecke wenn ich ehrlich bin. Dafür reicht leider auch nicht immer die zeit.

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