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Geschützt: Selbstauskunft Mu-Ki-Kur

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19+ Monate Mamasein

Ich kann nicht genau beschreiben, wie es mir geht.

 

Es gibt viele Momente mit der Lütten, da bin ich total glücklich, lache und tobe mit ihr. Mein Herz ist dann so voller Liebe zu ihr, ich könnte sie die ganze Zeit knuddeln (und tue es auch 😉 ). Wie sie sich in meine Arme wirft, wie sie mich anstrahlt, wie stolz sie ist, wenn sie mir helfen darf, wie sie mich mit „supa“ lobt, wenn ich ihre Windel in den Müll geworfen habe…

Mir kommen die Tränen in die Augen, wenn mir immer wieder klar wird: Das ist dein Kind und das wird es immer bleiben. Dieses wunderhübsche, kluge, neugierige kleine Mädchen gehört zu dir. Ich bin ihre MAMA.

Die Tränen steigen mir in den letzten Wochen generell leichter in die Augen. Da reicht eine Schreckensmeldung im Fernsehen, ein kleiner Streit mit Schatzi oder auch nur eine Werbung im Radio. Ich bin emotional grad sehr dünnhäutig. In beide Richtungen…

Bin ich glücklich? Ja doch, eigentlich schon. Aber in mir rumort und zwickt es.

Zwischen Schatzi und mir läuft es immer wieder sehr schön und dann bricht wieder ein Streit über irgendeine dumme Kleinigkeit aus, der dann schnell heftiger werden kann. Wir kennen uns seit fast 15 Jahren, da kennt man die jeweiligen Schwachpunkte leider sehr gut.

Er ist so ein toller Vater, der die Lütte wirklich abgöttisch liebt. Er spielt mit ihr, passt auf sie auf und jetzt Mitte November wird er sogar 4 Tage alleine mit ihr sein, damit ich zum Spieletreff kann. Wenn die Lütte nachts schreit oder spuckt, dann kommt er dazu und hilft mir. Egal wie spät es ist und egal wie vollgespuckt alles ist. Mit einer Engelsruhe bezieht er das Bett neu oder nimmt die Lütte auf den Arm und schaut sich Bilder und Poster an.

Ich werde in solchen Situationen grad etwas schneller unruhig. Klar nehme auch ich die Lütte in den Arm und beruhige sie, aber manchmal sitze ich dann auch weinend im Bett und weiss nicht weiter. Selten, aber eben doch ab und zu.

Die Lütte schläft endlich etwas besser. Im Moment geht sie abends mit einer Milchflasche ins Bett und ich sage Gute Nacht und setze mich dann in den Türrahmen und lese. Meistens ist sie dann nach 15 – 20 Minuten eingeschlafen. Manchmal turnt sie noch etwas rum, dann lege ich sie wieder hin. (Wenn ich mich neben ihr hinlege, dann dauert es erheblich länger…) Das ist so zwischen 19 und 20 Uhr. Mittlerweile schläft sie dann meistens 3 – 4 Stunden und dann immer (nach einer kurzen Beruhigung oder noch einer Nachtmilch zw. 2 und 4 Uhr) weiter im 4 – 5 Stunden-Takt.

Eigentlich bin ich dann auch müde. Aber wenn ich dann ins Bett gehe, habe ich kaum Zeit für mich gehabt an dem Tag. Für Schatzi schonmal garnicht.

Eigentlich müsste ich auch noch etwas Haushalt machen, das schaffe ich tagsüber mit ihr nicht. Aber ich möchte die Lütte nicht wecken. Klar ist es blöd, sich mit anderen zu vergleichen, aber bei denen sieht es manchmal alles so einfach aus. Bin ich zu faul? Zu doof zum organisieren? Warum kriege ich Haushalt, Kind, Arbeit und Garten nicht so hin, dass ich damit zufrieden bin? (Nicht perfekt, aber ganz gut…)

Schatzi ist leider nicht so sensibel, dass er spürt wenn ich Hilfe brauche. Das muss ich ihm meistens schon genau sagen. Das fällt mir aber schwer, denn immerhin arbeitet er 40 – 45 h pro Woche an meistens 6 Tagen…. Und er nimmt die Lütte ja schon immer wieder abends, damit ich zB duschen kann. Eine andere Hilfe haben wir nicht. Meine Mutter ist in der Beziehung nicht so die Oma, die ich mir gewünscht hätte.

 

Ich lasse mir generell nicht meine Gefühle anmerken und werde von anderen manchmal als abweisend oder hart angesehen. Schatzi spricht immer davon, dass ich mich in meinem Turm einmauere. Das ist aber nunmal meine Art, mit schwierigen Dingen umzugehen. Ich finde es nicht immer toll und würde manchmal auch einfach die Lockere, Lustige sein, die nicht an Verantwortung denkt.

 

Die letzten 6 – 7 Jahre waren hart für mich. Ich habe immer versucht, anderen eine Stütze zu sein und sich nichts anmerken zu lassen. Sei es mit meiner Schwiegermutter, die Scheidung (und der jetzige komplette Kontaktabbruch untereinander) meiner Eltern, der Kampf ums Kind (sowohl mit Schatzi, als auch die Behandlungen), das komische Verhalten meiner Schwägerin (kaum Kontakt, obwohl nah dran) und und und.

 

Jetzt ist die Lütte 19 Monate alt und braucht mich nicht mehr so sehr. (Klar, ich bin DIE MAMA, aber rein aufs überleben reduziert kommt sie besser klar, da sie abgestillt ist und selber essen kann usw.)

Ich habe immernoch die manchmal drückende Hauptverantwortung für die Lütte und ich liebe sie und würde sie um nichts in der Welt wieder hergeben. In meinen Träumen wünsche ich mir ja sogar ein zweites Kind (obwohl ich da immer mal wieder leichte Panik vor dem Gedanken bekomme).

 

Ach – Im Moment bin ich einfach unglaublich schnell gereizt. Ich finde das ganz schlimm, breche auch nicht selten gleich danach vor Schreck über mich selbst in Tränen aus, aber ich kann in diesen Momenten einfach nicht an mich halten.

Die letzten Wochen plagen mich immer wieder Kopfschmerzen, das trägt auch nicht zur Entspannung bei.

Ich habe das Gefühl, als ob ich jetzt selbst eine Stütze brauchen könnte. Wie ein Luftballon, aus dem die Luft entweicht…

 

Morgen habe ich ein Gespräch mit meiner Ärztin, vielleicht hat die ja einen Rat.

Gedanken zum zweiten Kind

Ich habe länger überlegt, ob ich diesen Text veröffentlichen soll, aber ich denke, ihr werdet mich vielleicht verstehen, obwohl er etwas konfus ist…

 

Letztes Wochenende habe ich erfahren, dass die eine aus meiner Babygruppe wieder schwanger ist. Ihr Sohn ist so alt wie die Lütte und es hat diesmal „erst“ beim 3. Versuch geklappt. Der Sohn ist damals gleich im 1. ÜZ entstanden. Unterstützt durch meinem PMS-verwirrten Hormonhaushalt hat mich diese Nachricht doch ziemlich ins grübeln gebracht.

 

Ich habe schon vorher mehrfach mit Schatzi über ein zweites Kind gesprochen. Immer mal wieder kurz. Hier habe ich mal eine imaginäre Zusammenfassung geschrieben 🙂 Die „echten“ Gespräche waren manchmal sehr kurz, manchmal nicht so effektiv und manchmal mit ein paar Tränen, weil die Entscheidung eben nicht so einfach ist. Warum reicht mir die Lütte nicht, warum kreisen meine Gedanken um ein weiteres Kind?

—————————————————

K: Hach, eigentlich wäre so ein zweites Kind ja toll.

S: Nicht schon wieder…

K: Doch, überleg mal, möchtest du, dass die Lütte später mal alleine ist?

S: Wieso ist sie später alleine? Sie hat doch uns? Sie hat ihre Großeltern, mit den Stiefgroßeltern sogar noch mehr, dazu noch die Onkel und Tanten und Neffen und Nichten und ihre Freunde und dann nachher vielleicht schon einen Freund oder Mann!!

K: Das ist nicht das selbe… Wenn wir nachher alt sind, dann sind alle Großeltern nicht mehr da und wer weiss, wie der Kontakt mit den Onkeln und Tanten und so dann noch ist. Das ist ja jetzt schon so schwierig und selten, obwohl wir nicht weit weg wohnen. Dann muss sie sich nachher ganz alleine zB um uns kümmern. Und denk doch mal an die Urlaube, da ist sie dann auch alleine nur mit uns.

S: Kinder finden im Urlaub immer schnell Anschluss und neue Freunde. Außerdem ist ja nicht gesagt, dass sie sich mit einem Bruder oder Schwester auch gut versteht. Ich konnte mit meinem Bruder nie so richtig viel anfangen, in der Pubertät gab es dann manchmal richtig Zoff. Wir sind da ziemlich verschieden.

K: Bei uns war auch nicht immer alles toll, aber trotzdem bedeuten mir mein Bruder und meine Schwester immernoch sehr viel. Die ganzen gemeinsamen Sachen, es war immer jemand da zum spielen… ich fand es super! Auch jetzt, wo jeder sein eigenes Leben führt, sind die beiden etwas besonderes für mich.

S: Ja, das stimmt schon, aber wie stellst du dir das denn alles vor? Wir haben in den letzten 1,5 Jahren kaum Zeit füreinander gehabt. Die Lütte schläft noch nicht durch, du bist oft genervt und müde, der Haushalt, der Garten bleiben liegen. Wir streiten uns grad ziemlich oft, das gefällt mir nicht. Ich möchte erstmal wieder Ruhe reinbringen. Von dem finanziellen Aspekt mal ganz zu schweigen.

K: Ich möchte ja auch nicht sofort ein zweites Kind. Aber in der letzten Zeit schläft die Lütte ja endlich besser. Wir konnten ja auch schon ein paar Stunden abends miteinander verbringen. Das hat mir auch gefehlt. Das finanzielle ist natürlich ein Thema. Aber wenn ich die Klamotten nicht gleich verkaufe, dann haben wir noch vieles da. Und wir bekommen ja auch viele Sachen vererbt. Dazu gibt es dann noch das zweite Kindergeld, nochmal Elterngeld für mich im ersten Jahr…

S: …dafür fällt dann aber dein Gehalt weg!

K: … ja ich weiss! Aber wenn wir die Lütte nicht mehr zur Tagesmutter geben, sparen wir das Geld auch wieder.

S: … und du hast dann ein Neugeborenes und ein Kleinkind zuhause? Du weisst doch, wie anstrengend die erste Zeit ist!

K: Vielleicht kann sie ja öfter mal zu Oma und so…

S: Deine Mutter arbeitet dann sicher noch. Genau wie ihr Mann und dein Papa. Wer ist sonst noch da? Die Frau von deinem Papa. Die ist aber nicht mehr so fit, dass sie regelmäßig auf ein quirliges Kleinkind aufpassen kann. Dein Bruder? – Arbeitet. Deine Schwester – weiter weg und arbeitet. Deine Schwägerin arbeitet dann sicher auch wieder mehr. Mein Papa überlegt grade, zu seiner Freundin zu ziehen. Das ist dann auch weiter weg. Mein Bruder arbeitet. Zu irgendeiner Freundin? Sicher mal möglich, aber nicht regelmäßig.

Es ist ja auch nicht so, dass wir einfach „schnipp“ sagen und du wirst schwanger. Auf noch so eine Behandlung habe ich eigentlich keine Lust. Das war für mich schon ziemlich anstrengend und stressig.

K: Du hast doch bei der Behandlung eigentlich nicht viel gemacht…

S: Naja, aber ich habe dich immer unterstützt und ertragen…

K: Blöder Kerl 😉  Aber im Ernst. Eine weitere künstliche Befruchtung mit all den Terminen und Medikamenten kann ich mir im Moment auch nicht vorstellen. Da wüsste ich auch garnicht, wie ich das zeitlich machen soll. Aber ich habe ja jetzt so langsam immermal sowas wie einen Zyklus. Zwar unregelmäßig, aber immerhin. Vielleicht wenn ich da jetzt noch etwas weiter abnehme, das Metformin nehme ich ja schon wieder, vielleicht klappt es dann irgendwann einfach so?

S: Aber noch nicht jetzt…

K: Nein, noch nicht jetzt. Es wäre schön, wenn wir das Gespräch einfach noch mal nächstes Jahr führen könnten. Vielleicht im März/ April.

S: Du hast das doch eigentlich schon für dich entschieden. Wir haben doch jetzt die Lütte. Die ist so toll und süß, reicht dir dass denn nicht?

K: Ich weiss es selbst nicht. Mein Herz ruft nach einem Bruder oder Schwester für sie. Und ich würde gerne noch mal schwanger sein. Die Zeit nochmal bewusster erleben. Wissen, was auf einen zukommt. Die Spannung, wie er oder sie aussieht. Die ganzen kleinen Klamotten anziehen. Im Bondolino tragen. Stillen. Ach, das ganze Paket eben.

S: Lass uns das verschieben. Ich möchte da jetzt noch keine Entscheidung fällen. Du bist im Moment im Hormonrausch, deine schwangere Freundin trägt ihren Teil da sicher bei. Ich liebe dich, aber ich möchte da nichts überstürzen.

K: Ja, du hast ja recht. Aber du versprichst es mir! Wenigstens ein ernstes Gespräch!

S: Nächstes Jahr.

K: Ok, nächstes Jahr.

 

35 Jahre Kaya, 10 Monate Mama

Vielen Dank für die lieben Mails mit Glückwünschen zu meinem Geburtstag! Ich habe mich sehr darüber gefreut!

 

Jetzt bin ich also 35 Jahre alt. Puuh, das hört sich ziemlich alt an. Früher als Kind hätte ich so jemanden als steinalt bezeichnet 🙂

 

Die Lütte ist jetzt 10 Monate alt, das heisst, die Geburt und die Schwangerschaft sind auch schon 10 Monate her.

Grund genug, mal wieder einen kurzen Bestands-Check zu machen. Was ist anders als vor der Schwangerschaft, was ist gleich geblieben:

 

  • die Haare sind wieder gleichmäßig am wachsen. Nach der Schwangerschaft sind ja gefühlt ziemlich viele ausgefallen oder die Lütte hat sie mir ausgerissen. Hier und da sind noch kurze Stoppeln dazwischen, die aber im Zopf nicht weiter auffallen.
  • die Augen sind gleichkurzsichtig geblieben. Kontaktlinsen konnte ich ja während der Behandlung und der Schwangerschaft garnicht ab. Da waren mir die Augen viel zu trocken für. Jetzt habe ich es noch nicht wieder ausprobiert. Zum Optiker müsste ich also mal demnächst zum überprüfen…
  • die Schwangerschaftsstreifen verblassen so langsam. Die ganz dunklen Stellen werden wohl noch lange erhalten bleiben, bei den meisten bin ich aber zuversichtlich, dass sie noch weggehen. Bis ich irgendwann mal eine Bikinifigur habe…
  • ich wiege immernoch weniger, als zu Beginn der Schwangerschaft. Im Gesicht ist es deutlicher zu sehen, dass gefällt mir sehr gut. Am Bauch ist es etwas mehr als vorher, das kriege ich aber auch noch weg. Irgendwann. Vielleicht mache ich mal wieder etwas Sport. Oder esse weniger Süßes…
  • die Gelenkschmerzen, die mich nach der Schwangerschaft so gequält haben, sind endgültig verschwunden. Jetzt kann ich endlich auch längere Spaziergänge machen, ohne danach erbärmlich zu humpeln.
  • ich habe jetzt sehr viel weniger Pickel als vorher. Also nicht, dass ich komplett verpickelt gewesen bin, aber der eine oder andere Fiesling kam schon mal zum Vorschein. Gerne im Gesicht oder auf dem Rücken.
  • ich kann mich schlechter auf mehrere Sachen gleichzeitig konzentrieren. Wenn ich zB die Lütte füttere, dann vergesse ich die Kartoffeln auf dem Herd manchmal komplett. Redet Schatzi beim stillen mit mir, höre ich zwar zu, habe aber teilweise im nächsten Moment schon vergessen, was er gesagt hat. Die Lütte fordert einen Großteil meiner Aufmerksamkeit. Mal schauen, wie das nachher mit dem Arbeiten wird.
  • ich habe bisher meine Tage noch nicht wieder bekommen. PCO lässt grüßen… Ich nehme bisher keine Verhütungsmittel, aber nunja, das ist eher selten bis nie nötig im Moment. Dann reicht auch ein Kondom.
  • mehr als 4 Stunden am Stück geschlafen habe ich zuletzt im März 2015 vor der Geburt. An einigen Tagen bin ich daher ziemlich müde, an anderen geht es grade noch so.
  • in der letzten Zeit habe ich einen ziemlich Süßhunger gehabt. Müdigkeit –> schnelle Energiezufuhr nötig. Das kann aber durch die Insulinresistenz nicht richtig aufgenommen werden. Ich nehme jetzt wieder Metformin (steigere langsam auf 2 x 850) und hoffe, dass diese Heißhungerattacken weniger werden.
  • ich muss lernen, die Lütte auch mal gezielt zu Schatzi zu geben. Ich brauche mehr Freiraum, mehr Zeit für mich und Schatzi tut ein bisschen mehr Verantwortung auch gut!

 

2016 werde ich also deutlicher sagen, was ich möchte und wann z.B. Schatzi mir die Lütte abnehmen soll. Er ist ja immer gerne bereit dazu, wenn ich ihn frage. Von alleine kommt er aber nicht auf die Idee 😦 .

Ich werde mir mehr Zeit für mich nehmen!!!

Geschützt: 5 Monate Lieblingsbaby

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Dilemma

Gestern abend lag ich noch lange grübelnd im Bett.

Die Situation mit meinem Blog verursacht mir grad ein wenig Bauchschmerzen.

Ich möchte gerne alles sammeln und aufschreiben, am liebsten würde ich über jeden kleinen Pups berichten und euch alle mit Bildern und Videos zuschmeissen, so sehr liebe ich meine kleine Tochter.

Aber dies ist das Internet. Hier kann jeder lesen. Immer. Ohne dass ich es weiss. Auch noch Jahre, nachdem ich es vielleicht gelöscht habe. Ohne dass ich denjenigen kenne.

Das ist mir zu offen.

 

Ich möchte gerne für die Lütte ein Tagebuch haben, in dem sie vielleicht später mal nachlesen kann, wie das alles damals war.

Aber nicht mehr offen. Nicht mehr für alle lesbar.

 

Ich werde den Blog (das Blog??) jetzt mit einem Passwort sichern. Vielleicht gibt es noch einzelne Beiträge ohne, aber der Rest ist nur noch bekannten Personen zugänglich. Einige haben das Passwort ja schon von den bisher verschlüsselten Beiträgen. Das werde ich wohl erstmal so lassen.

 

Mal schauen, ob ich mich damit besser fühle.

 

Fragen zu PCO oder zu meiner Geschichte beantworte ich immernoch gerne!

 

LG

 

Kaya

Geburtsbericht

Es ist schwer, ein solches Ereigniss in Worte zu fassen.

Die ganzen Gefühle sind unbeschreiblich. Ich werde es hier trotzdem mal versuchen.

Also:

Der Donnerstag verlief zunächst völlig normal. Es gab aus meiner Sicht keinerlei Anzeichen für eine Geburt.

Am Nachmittag war ich noch wie geplant bei der Hebamme und habe dort die Akupunktur bekommen.

Abends haben Schatzi und ich dann noch GNTM gesehen.

Gegen 22.30 Uhr war ich müde. Ich hatte mich grade im Bett eingekuschelt und mir ein Hörbuch angemacht, dazu die Hände an den Bauch gelegt und das Rumpeln der Kleinen genossen, als es in meinem Inneren leicht Plopp machte.

Ich horchte in mich hinein: war das jetzt die Fruchtblase? Es lief nichts aus mir raus, es hätte auch ein besonderer Tritt der Lütten sein können.Was tun?? Aufstehen sollte ich ja eigentlich nicht mehr, das Kind lag noch nicht fest im Becken, das hatte mir die Hebamme noch vor ein paar Stunden gesagt.

Um sicherzugehen habe ich mich trotzdem vorsichtig ein wenig aufgesetzt. Ja – doch, da lief ein bisschen was. Geht es los? Was jetzt? – Krankenwagen anrufen!

Ich habe dann nach Schatzi gerufen und ihm von meinem Verdacht erzählt. Er hat mir das Telefon gebracht und ich habe den Krankenwagen gerufen.

Da ich kein echter Notfall war und zu dem Zeitpunkt auch keine Wehen hatte, wurde mir gesagt, dass es etwas dauern könnte. Also warten. Schatzi hat sich schnell angezogen, die letzten Sachen in die Tasche geworfen und wir haben gewartet.

Ca. 10 Minuten nach dem Anruf begannen die Wehen. Die zweite kam 6 Minuten nach der ersten, die dritte dann schon 5 Minuten, danach alle 3-4 Minuten. Huch, was wird das jetzt hier??? Atmen…

 

Der Krankenwagen kam und brachte mich ins Krankenhaus. So eine Fahrt möchte ich echt nicht nochmal erleben. Der Weg dauert normalerweise 20 Minuten, er kam mir aber endlos vor. Auf der Seite liegend, angeschnallt, mit Wehen alle paar Minuten und dann noch Fragen des Sanitäters beantworten – nicht einfach.

Keine Ahnung, welchen Weg der Krankenwagen gefahren ist, Schatzi war auf jeden Fall vor ihm im Krankenhaus, obwohl er danach losgefahren ist. Da hat er sich natürlich gleich Sorgen gemacht.

Im Krankenhaus wurde ich gleich in den Kreisssaal geschoben, dort wurde ein ctg gemacht und die Diagnose „Fruchtwasser“ eindeutig bestätigt. Es war klar, ohne Kind gehen wir hier nicht mehr raus, der Muttermund war zu dem Zeitpunkt schon 3 cm geöffnet.

 

Hui, da ging mir ganz schön die Pumpe und Schatzi ist auch ganz bleich geworden.

 

Das ctg war in Ordnung und obwohl ich weiterhin alle paar Minuten heftige Wehen hatte, wurden wir nach unten zur Anmeldung geschickt. Laut der Hebamme: „Runter mit dem Fahrstuhl fahren, hoch dann bitte mit der Treppe“ (3. Etage!)

Das war kein Spaß! Fiese Wehen, das Fruchtwasser floss aus mir raus (in die Binde) und völlig übermüdet, brachten wir die Anmeldung hinter uns. Ich war sehr froh, dass nicht so viel los war.

 

Es war 0.35 Uhr.

 

Wieder zurück im Kreisssaal wurde mir auch gleich ein Zimmer zugewiesen. Ich habe mich ausgezogen und versucht, die jetzt ziemlich starken Wehen irgendwie zu veratmen. Im liegen, im stehen, irgendwie.

Leider war nicht die ganze Zeit eine Hebamme mit im Zimmer. Sobald sie da war und klare Anweisungen gegeben hat, war alles einfacher, alleine habe ich das nur schwer geschafft und mich immer wieder im Schmerz verloren. Es waren aber anscheinend viele Geburten gleichzeitig in Gange.

 

Schatzi hat mich immer wieder ans tiefe Ein – und Ausatmen erinnert, das hat teilweise auch geholfen. Sonst mochte ich keinerlei Berührungen von ihm, keine Massage oder festhalten. Das hat meine Konzentration gestört. Er wusste garnicht, was er machen soll. Ich habe ihm versichert, dass mir schon seine Nähe völlig reichen würde und eben der Gedanke, dass ich ihn jeder Zeit zu mir rufen könnte und mich festhalten könnte alles ist, was ich brauche.

 

An die nächsten Schritte kann ich mich nicht genau erinnern.

Ich habe mich irgendwann auf den Rücken gelegt und einen Tropf mit Schmerzmittel bekommen. Die Hebamme war ab einem bestimmten Zeitpunkt durchgängig bei mir und hat mir genau gesagt, wie und wohin ich atmen soll. Ich habe versucht, ihren Anweisungen zu folgen, aber die Wehen waren teilweise so heftig und so schnell hintereinander, dass ich nur noch geschrien habe. Ein paar mal übergeben habe ich mich auch. Glücklicherweise macht so etwas Schatzi nichts aus und er hat mir tapfer Schale und Tücher bereitgehalten.

 

Irgendwann hatte ich den Punkt erreicht an dem ich gerne eine pda bekommen hätte. Es hieß, die Ärztin wäre jetzt noch beschäftigt und würde aber danach zu mir kommen. Ok, dann erstmal ohne weiter…

 

Die Hebamme hat mit ihrer Hand den Muttermund geweitet, das war echt schmerzhaft!

Zwischendrin hatte ich keine Lust mehr und habe solch lustige Sachen wie: „ich will nicht mehr, macht ohne mich weiter, ich schaffe das nicht“ geschrien.

 

Irgendwann waren plötzlich neben der Hebamme noch 2 weitere Personen mit im Zimmer.

Auch die Wehen wurden anders. Plötzlich sollte ich nach unten pressen und schieben. Aber dabei den Hintern entspannen.

 

Mein fusselhirn hat kurze Zeit später verstanden: a) jetzt kommt die nochmal schmerzhaftere Endphase b) die Frau an meinem linken Bein ist wohl die Ärztin und c) für eine pda ist es jetzt wohl zu spät.

Die folgende Phase war die Hölle. Ich hatte das Gefühl zu zerreißen, musste mich immer wieder krampfhaft in die Realität zurück kämpfen um den Anweisungen folgen zu können.  Ich bin normalerweise ein Meister im ausweichen. Hier musste ich aber mitten in den Schmerz hinein drücken und immer weiter machen.

Ich wollte und konnte keine andere Position ertragen und habe mich energisch verbal dagegen gewehrt. Irgendwann gab es wohl eine kleine kritische Phase als plötzlich die Hebamme und die Ärztin jeder eins meiner Beine bis zu den Ohren gedrückt haben.

 

Der Kopf war nochmal enorm schmerzhaft, zumal er ja nicht in einem Rutsch rauskam, sondern erst mit der nächsten Wehe.

 

Dann ging aber alles ganz schnell.

Um 05.40 Uhr ist unsere kleine Tochter zur Welt gekommen!

 

Vom Blasensprung bis zur Geburt waren es etwas über 6 Stunden.

Die Nachgeburt ist problemlos nachgekommen und Schatzi hat die Nabelschnur durchgeschnitten.

Danach wurde mir die lütte auf den Bauch gelegt und wir durften ca. 1 h lang kuscheln.

 

Mein erster Gedanke war: da war ein echtes Baby im Bauch und jetzt bin ich mama! Der zweite dann: oh, viele Haare hat sie und so dunkle.

 

Ich habe sie dann gleich angelegt und sie hat auch ein bisschen genuckelt. In dem Moment war ich voller Adrenalin und konnte alles garnicht fassen.  Sie ist endlich da und gesund und gehört zu uns!

 

Nach einiger Zeit kam die Ärztin wieder. Ich musste etwas genäht werden, aber wirklich nur ein bisschen.  Schmerzhaft war das trotzdem!

Gegen 8 Uhr sollte ich dann mal versuchsweise aufstehen und aufs Klo gehen. Dann wurde ich aufs Zimmer gefahren mit unser Tochter fest im Arm!!

Die Daten:

3770g

54 cm

Kopfumfang 34 cm

 

Ich hatte noch nie eine so intensive und schmerzhafte Erfahrung. Und nein, ich habe nicht danach sofort alles vergessen.  Klar die akuten Schmerzen sind wirklich komplett weg, aber die Erinnerung an diese Grenzerfahrung ist geblieben.  Ich bin ein Mensch der gerne die Kontrolle über alles behält. Die Geburt hat mich jetzt nicht traumatisiert oder so, aber ich habe einige Tage gebraucht um sie zu verarbeiten.

 

Es war objektiv betrachtet eine sehr leichte und schnelle Geburt, grad für das erste Kind und die lütte ist gesund zur Welt gekommen. Dafür bin ich sehr dankbar!

Mehr über die ersten Tage im Krankenhaus später.

Geschützt: 36 + 0 = 10 Monat / Babybauchshooting!!

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Geschützt: Bauchbild 36. SSW

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Arztbrief Schatzi

Gestern haben wir endlich auch den Arztbrief von Schatzi bekommen. 7 Seiten voller Abkürzungen, Fachbegriffe und co.

Als Diagnosen stehen dort:

1) SAB I° (ohne Aneurysma)

„Eine Subarachnoidalblutung (SAB) ist eine Blutung zwischen der mittleren Hirnhaut (Arachnoidea oder Spinnwebshaut) und der inneren Hirnhaut (Pia mater oder weiche Hirnhaut), der mit Hirnwasser (Liquor cerebrospinalis) gefüllt ist. In diesem schmalen, spaltförmigen Raum rund um das Gehirn verlaufen sehr viele Blutgefäße. Platzt ein Gefäß, bevor es in das Hirngewebe eintaucht, breitet sich das austretende Blut im Subarachnoidalraum aus und drückt von außen auf das Gehirn. Im Gehirngewebe selbst liegt aber keine Blutung vor.

Leitsymptome der Subarachnoidalblutung sind schlagartig auftretende, heftigste, noch nie erlebte Kopfschmerzen, die sich rasch vom Nacken oder von der Stirn über den ganzen Kopf und innerhalb der folgenden Stunden auch in Richtung Rücken ausbreiten. Dieser „Vernichtungskopfschmerz“ wird oft von Übelkeit, Erbrechen, Lichtscheu und Nackensteifigkeit (Meningismus) begleitet.

Menschen mit einer Subarachnoidalblutung müssen umgehend intensivmedizinisch behandelt werden, da die Blutung lebensbedrohlich sein kann. (Quelle netdoktor.de)“

2) Bandscheibenvorfall C5/6

Das könnte auch der Auslöser für 1) gewesen sein, da C5/6 ziemlich in Höhe des Nackens liegt.

Ursache für beides: Unbekannt…

Puuuuuhhhhhhhhhh. Glück gehabt, sage ich da mal!!! Ich möchte mir garnicht vorstellen, was passieren hätte können, wenn wir nicht energisch auf weitere Untersuchungen im ersten Krankenhaus bestanden hätten. Die haben ihn da ja nur liegenlassen und Schmerzmittel gegeben.

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