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Einmal Krankenhaus und zurück

3.30 Uhr: Rums! Minnie ist aus unserem Bett gefallen. Das ist ihr noch nie passiert! Glücklicherweise beruhigt sie sich schnell wieder und schläft weiter. Puh! Ich muss erstmal aufs Klo und kuschele mich dann neben sie. Es fällt mir schwer, einzuschlafen.

7.30 Uhr: Minnie ist so halb wach und möchte lieber kuscheln als schlafen. Und ein bisschen toben.

8.15 Uhr: Wir stehen auf. Ich bereite Frühstück vor und ziehe dann Minnie um. Zusammen mit Schatzi frühstücken wir gemütlich.

10 Uhr: Wir packen alles mögliche an Renovierungssachen ein und fahren los. Erst kurz zum wählen und dann ins neue Haus.

11 Uhr: Schatzi fährt noch mal zurück. Wir haben zuwenige Spachtel und auch eine Tüte vergessen. Glücklicherweise sind es nur 3 km Weg.

11.40 Uhr: Wir bekommen Unterstützung. Y. kommt, leider ohne J., der ist zu kaputt von seiner Arbeit. Aber Y. hat gute Laune und wir schaffen ordentlich was. Wir schaffen die Tapete im Schlafzimmer und einen Teil vom Flur. Schatzi puzzelt um uns rum, hilft, zieht Dübel aus der Wand und ein paar feste Schrauben oder Nägel. Er reisst auch die Fussleisten ab und unterhält Minnie. Zwischendurch machen wir große Seifenblasen oder albern herum.

13.30 Uhr: Eine Mittagspause. Mehr ein Picknick, aber wir haben Spaß.

14.30 Uhr: Minnie spielt im Wohnzimmer. Plötzlich schreit sie laut und weint und kommt angerannt. Sie sagt ihr Finger tut weh und wir sehen dort eine Wunde, die wie eine Verbrennung aussieht. Wir versuchen rauszukriegen, was genau passiert ist und anscheinend hat Minnie mit einem winzigen Schlüssel versucht, eine Steckdose aufzuschließen!!! Und dabei hat sie einen Stromschlag bekommen! Sie beschreibt recht gut, dass es gekribbelt hat und weh tat und sie geht nicht mehr als 1 m an diese Steckdose ran. Ansonsten geht es ihr gut. Wir entscheiden trotzdem, dass ich mit ihr ins Krankenhaus fahre, zur Kontrolle. Ein Stromschlag kann ernste Folgen haben.

17.45 Uhr: Nach sehr langer Wartezeit im Krankenhaus, einer ETG-Untersuchung und einem gründlichen Abhören heisst es Entwarnung. Wir dürfen wieder nach Hause, sollen Minnie nur etwas beobachten, falls noch neurologische Veränderungen auftreten.

Die Wartezeit im Krankenhaus war sehr anstrengend. Minnie ist buchstäblich über Tisch und Bänke gegangen. Ihr war schlichtweg langweilig, was ich total verstehen aber eben nicht ändern konnte. Wir haben gelesen, gespielt, ein bisschen getobt, auf dem Handy geschaut und alles gemacht, um sie halbwegs ruhig zu halten – es waren ja noch andere Leute da… (die beiden Kinder waren jetzt nicht krank… eins hatte einen Ausschlag im Gesicht, das andere gestern Fieber)

Wir essen schnell noch zu Abend, dann bringe ich eine völlig aufgedrehte, aber erschöpfte Minnie ins Bett. Das geht glücklicherweise sehr gut und ich schaue mit Schatzi noch ein bisschen Fernsehen.

 

Gegen 21 Uhr gehe ich ins Bett. Eigentlich wollte ich noch lesen, aber dann kommt Minnie rübergetappst und möchte unbedingt neben mir schlafen. Na gut, dann eben Licht aus und Gute Nacht.

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Mein Herz ist übervoll!

Ich liebe es,

– wie sie ihre kleinen Fäuste um die Spielsteine beim Quips ballt, um möglichst viele auf einmal zu tragen.

– wie sie den Sitzsack unter die Treppe schleppt und dann von der 2. Stufe draufspringt – und das 20 mal hintereinander, mit immer der gleichen Begeisterung.

– wenn sie Worte wie „vertüddelt“ oder „verflixt“ sagt.

– wenn ich sie im Kindergarten abhole und sie mich sieht, dann ist da eine Freude in ihrem Blick, dass ich jedes mal fast losweinen könnte!

– wenn sie in einer Quatschsprache losredet und sich kringelig lacht, wenn ich dann auch mitrede.

– wie sie sich die Ohren zuhält und dann so tut als ob sie redet, ohne Ton, weil man mit Händen auf den Ohren ja nichts hört.

– wenn sie „Pullala“ statt Pullover und „Wespe“ statt Weste sagt.

– wie sie versucht mir eine Schleife in die Schuhe zu binden.

– wenn sie mir erzählt: „Das passiert schonmal, das ist nicht so schlimm“ als ich mich über den Regen geärgert habe.

– wenn ich aussuchen darf, welche Farbe das Pferd hat und sie dann voller Begeisterung singt: „da hat das blaue Pferd sich einfach umgekehrt…“

– wenn sie der Kassiererin stolz erzählt, dass sie grad gepupst hat.

– wenn sie plötzlich ruft „da kommt was!“ und wir dann schnell zum Töpfchen laufen.

– wenn sie mir erzählt, dass sie nicht malt sondern schreibt: „da steht Mama“.

– wenn sie konzentriert 3 kleine Fingerchen streckt und mir erzählt, dass sie schon „so alt“ geworden ist.

– wenn sie kichert und giggelt und lacht, auf ihre unverkennbare Weise, dann geht mein Herz auf! Dieses Strahlen im Gesicht ist unbeschreiblich wertvoll.

 

Meine geliebte Tochter!

Was ich nicht schreibe…

Ich werde jetzt nicht schreiben, dass es mit dem schlafen von Minnie grade etwas besser wird.

Ich schreibe auch nicht, dass sie mittlerweile 5 – 6 Stunden schläft und letztens sogar die ganze Nacht alleine geschafft hat. Das war das 2. mal überhaupt…

Das alles schreibe ich nicht, weil sie sonst wahrscheinlich die nächsten Nächte garnicht mehr schläft…

Was ich aber schreibe, ist dass ich mal wieder eine Mandelentzündung habe und mit fiesen Halsschmerzen auf dem Sofa liege. Wieder krankgeschrieben, wieder Antibiotika. Vielleicht kommt die dann nicht mehr wieder. Brauche ich ehrlich nicht. Wir hätten am Wochenende ja eigentlich was vorgehabt…

Nerv!

Mein 3-jähriges Riesenbaby!!

Es ist einiges passiert in den letzten Monaten, daher will ich kurz zusammenfassen:

Vor der U7a hatte ich ein Entwicklungsgespräch im Kindergarten. Das Gespräch wird pflichtmäßig um den dritten Geburtstag herum durchgeführt. Ich habe darum gebeten, dass es vor der U7a gemacht wird.

Die Einschätzung der Erzieherin:

Minnie ist ein liebes, unkompliziertes Kind, das lieber rennt und tobt, als lange stillzusitzen oder stundenlang zu puzzlen. Sie versteht sich gut mit allen Spielkameraden und Erziehern und ist gerne im Kindergarten.

Den Mittagsschlaf hat sie komplett abgelegt. Nur ab und zu legt sie sich für 20 Minuten in ihr Bett dort zum Ausruhen. Dann liegt sie ganz still mit geschlossenen Augen und rührt sich nicht. Die Erzieher amüsieren sich ein bisschen darüber, wie ernsthaft sie da liegt… Irgendwann bewegt sie sich wieder, steht auf und tobt weiter.

„Angemerkt“ haben die Erzieher folgende Punkte (und meine Meinung dazu):

  • Minnie ist recht übermütig und kennt ihre Grenzen nicht so. Sie kann manchmal nicht einschätzen, wann sie dem anderen weh tut, oder auch wann sie zu wild ist. –> Sie hat zuhause meistens die volle Aufmerksamkeit und keine kleinen Kinder um sich rum. Wir fangen sie also immer auf oder toben mit ihr. Klar sagen wir auch mal „aua“ wenn sie zu wild ist, andere Kinder sind aber manchmal einfach „wehleidiger“, wenn sie berührt werden als wir es nunmal sind. Sie ist ein recht aktives Kind, das sich aber gut steuern lässt und nicht durchdreht oder bösartig ist. Und eben erst 3 Jahre alt…
  • Sie hat manchmal Probleme mit dem sauberen Essen. Sie kleckert also mehr als andere Kinder. –> Das liegt meiner Meinung nach daran, dass sie wahrscheinlich Linkshänderin ist. Sie schaut sich die anderen Kinder an und nimmt dann das Besteck in die rechte Hand. Damit ist sie natürlich ungeübter. Ich habe mit den Erziehern jetzt abgemacht, dass das Besteck nicht auf eine Seite gelegt wird, sondern mittig in den Teller. Das wollen sie jetzt bei allen Kindern machen. Und sie wird gefragt, ob sie die Hand nicht vielleicht wechseln will. Zuhause isst sie relativ sauber, wenn sie konzentriert ist und hungrig. Da bin ich aber auch da und esse mit links. Ich selbst bin zwar Linkshänder, benutze aber für vieles die rechte Hand (Schere) oder nutze beide Hände (Hammer, Pinsel, Schraubenzieher).
  • Wenn sie malt, dann erzählt sie wenig darüber, WAS sie malt. Andere Kinder sagen dann wohl „das ist ein Pferd“ oder so. Minnie malt einfach irgendwas. –> Malen ist nicht so ihr Ding. (Meins auch nicht) Wir werden jetzt zuhause ein bisschen mehr malen und ich werde dann eben auch erzählen, was ich mache. Vielleicht motiviert das… Jetzt am Wochenende hat Minnie übrigens darauf bestanden, dass sie nicht malt, sondern schreibt: „Da steht Mama und da steht Minnie“
  • Trockenwerden. Damit hat sie es noch nicht so. Ist aber auch laut den Erziehern kein Problem, auch wenn sie im August in die Elementargruppe rüberwechselt. –> Zuhause klappt es schon ganz gut. Erstaunlicherweise geht das Pipi besser, als das Kacka. Wir machen uns da keinen Stress und haben für Minnie zur Motivation jetzt ein neues Töpfchen gekauft, mit Anna und Elsa…
  • Wahrnehmungsstörung… Die Erzieher haben anscheinend beobachtet, dass Minnie teilweise schlecht ansprechbar ist. Besonders wenn sie mit dem Rücken zu den Erziehern spielt, hört sie nicht, bzw. reagiert nicht. Sie haben uns angeraten, einmal überprüfen zu lassen, ob sie nicht hören kann oder nicht will. So eine Wahrnehmungsstörung würde auch mit Punkt 1 zusammenpassen. –> Ok, habe ich da nur gedacht. Mal schauen.

 

Allgemein war das Gespräch aber positiv. Die Erzieher haben eine Standard-Liste, die sie abhaken müssen. Die meisten Anforderungen besteht Minnie aber spielend.

 

Der Kinderarzt bei der U7a hat alle diese „Bemerkungen“ als völlig normal für dieses Alter und nicht behandlungswürdig abgetan. Kurz nach der Geburt gab ja es einen Hörtest der unauffällig war. Sie kann also hören. So etwas ändert sich nur durch einen Unfall oder eine Krankheit. Er glaubt nicht, dass sie eine Wahrnehmungsstörung hat. Dann wäre ihr Verhalten allgemein auffälliger. Sie ist 3 Jahre alt und damit auch in der Phase, wo sie einfach mal nicht hören möchte.

Ansonsten ist sie 99 cm groß und wiegt 16 kg. Damit ist sie groß (und schwer) für ihr Alter. Das war sie aber schon immer, also alles ok.

Sie trägt Schuhe in 25 – 27, je nach Marke. In den Schuhen hat sie Einlagen, da sie sonst einen „Plattfuss“ hat.

Sie ist motorisch gut aufgestellt, wir sollen sie nicht speziell auf „Links“ trainieren, das passiert automatisch. Wir sollen beide Seiten gleich behandeln und ihr anbieten.

Unser Kinderarzt hält die Us generell recht kurz. Er ist bereit, alle Fragen zu beantworten, es gibt aber keine Tests oder Fragebögen oder so. Er hat Minnie spielen lassen und auch alle ihre Fragen beantwortet (was ist das für ein Licht? Wie geht das an? Warum hast du da einen Frosch? Warum ist da kein Licht an?…), dann hat er mir noch ein paar Fragen gestellt. Fertig. Wir werden keine weiteren Untersuchungen (zB. beim HNO) machen. Ich glaube auch nicht, dass Minnie irgendwelche Störungen hat.

Im Juni haben wir einen Termin beim Augenarzt, dann schauen wir, ob sie weiterhin ohne Brille auskommt, oder doch wieder eine bekommt.

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Minnie spielt mittlerweile sehr gerne mit ihren Puppen, bzw. Kuscheltieren. Die werden an – und ausgezogen, gewickelt und in den Schlaf gesungen. Gerne fährt sie ihren Plüschgorilla Björn im Puppenwagen durch die Straßen und sorgt damit für Erstaunen bei den anderen Spaziergängern. Die vermuten darin nämlich eine süße Puppe und nicht so ein haariges Ding.

Sie puzzelt gerne, allerdings nicht so lange und am liebsten mit mir zusammen. Wenn sie dann aber erstmal im Puzzle-Modus ist, macht sie das erstaunlich gut. 16 Teile sind kein Problem für sie!

Letztes Wochenende haben wir 1,5 h zusammen geknetet. Wir haben gerollt, geschnitten, zusammengeknautscht, wieder ausgerollt, ausgestochen und rumgekrümelt. Mein innerer „Monk“ schreit ein bisschen, wenn sie die Farben so zusammenpanscht, aber da muss ich wohl durch. Minnie knetet keine Figuren, aber sie serviert Kuchen, Eis, Kaffee und macht Überraschungsgeschenke (zum auspacken… Knete – in Knete verpackt, etwas tückisch).

Sie kann sich theoretisch alleine an – und ausziehen, hat da aber keine Lust drauf. Wenn dann schmeisst sie die Sachen einfach auf den Boden und lässt sie liegen. Daran arbeiten wir grade…

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Sie liebt es, Schatzi zu helfen. Die beiden können stundenlang Holz machen, irgendwas handwerken oder fegen. Hauptsache sie darf dabei sein, wenn Papa etwas macht.

Wenn ich Kuchen backe oder koche, ist sie natürlich auch dabei… da probiert sie dann auch mal gerne…

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Immer wieder erzählt sie, dass sie gerne eine Schwester oder einen Bruder haben möchte. „Der ist dann ja ein Baby und kommt aus Mamas Bauch rausgeschlüpft und dann ist der ganz tlein und dann kann er in meinem Zimmer schlafen und ich kriege ein Hochbett“. Zusammenhänge mit einer bestimmten Conni-Geschichte sind sicher rein zufällig…

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In der letzten Zeit beschäftigt sie alles um sie herum noch stärker als sonst. Ein Pixibuch von Feuerwehrmann Sam hatte zur Folge, dass sie vor dem Einschlafen erst noch 10 Minuten reden musste. Und auch noch Tage danach kam es immer wieder in ihren Erzählungen vor.

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Sie hat eine unerklärbare Angst vor dem Schwimmen entwickelt. Ich habe keine Ahnung, woher das kommt, aber sie will einfach nicht. Sie badet total gerne und spitzt und tobt, aber sobald wir vom schwimmen reden, macht sie total dicht. Ich habe jetzt erstmal in der Bücherei ein Buch ausgeliehen, in dem es ins Schwimmbad geht. Das lesen wir ab und zu.

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Sie schläft relativ gut zwischen 18 und 19 Uhr in ihrem Bett ein und kommt zwischen 22 und 2 Uhr rüber in mein Bett. Dort schläft sie selig weiter. Mich stört es meistens nicht, das kann also so bleiben.

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Das letzte Treffen mit K und Baby haben wir genutzt, um Baby J die Milchflaschen zu schenken. Seitdem hat sie sie auch nicht mehr eingefordert… Der Schnuller muss aber auf jeden Fall da sein. Daran werden wir dieses Jahr arbeiten. Zumindestens tagsüber werden wir ihn demnächst mal abgewöhnen.

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Sie singt weiterhin gerne. In letzter Zeit fängt sie an, eigene Lieder zu singen. Teilweise singt sie dann etwas zu einer bekannten Melodie, teilweise völlig frei. Total niedlich!!

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Während die letzten Wochen fast entspannt waren, ist seit 2 Tagen anscheinend wieder Trotzphase. Wahrscheinlich spürt sie auch unsere Aufregung wegen des Hauses (dazu später mehr).

Auch wenn es manchmal etwas schwer mit ihr ist, liebe ich sie über alles! Sie ist ein tolles, niedliches, fröhliches, trotziges, neugieriges Kleinkind und mein größter Schatz!

 

Puppenhaarwäsche

Einmal mit Babyshampoo gewaschen, mit Weichspüler ausgespült, alles bei höchstens lauwarmen Wasser. Dann an der Luft trocknen lassen.

Voila:

Wieder weich und bürstbar.

Weihnachten 2017

Ich habe es tatsächlich geschafft, alle Punkte meiner Liste abzuarbeiten!

Unser Weihnachten war ansonsten recht gemütlich.

Am 24. kam mittags ein Arbeitskollege. Während er und Schatzi mit Minnie gespielt haben, konnte ich das Hähnchengulasch fertigkochen.

Nach dem Essen haben wir dann Bescherung gemacht. Minnie fand das auspacken super und hat mit roten Wangen eins nach dem anderen aufgerissen. Da muss ich mal überlegen, ob wir das nächstes Jahr etwas anders machen, so hat sie sich die Inhalte irgendwie garnicht angesehen sondern gleich das nächste gegriffen…

Das hier gab es für sie:

Am Nachmittag haben wir gespielt und sie dann abends schwer ins Bett gekriegt. War ja auch alles sehr aufregend.

Der 25. begann mit einem leckerem Frühstück zuhause. Gegen 14.30 Uhr sind wir dann zu meiner Mama gefahren. Dort kamen noch mein Bruder mit Familie und meine Schwester mit Freund, sowie eine Freundin von Mama. Wir haben erst ein paar Kekse gefuttert und dann Bescherung gemacht. Wie jedes Jahr liegen alle Geschenke unter dem Baum und es steht nur drauf für wen es ist. Ein Kind darf anfangen und eins aussuchen, allerdings keins für sich selbst. Wer ein Geschenk ausgepackt hat, sucht das nächste aus. So werden alle Sachen in Ruhe ausgepackt und alle können es sehen. Ich mag diese Art der Bescherung sehr gerne.

Am 2. Weihnachtstag haben wir uns morgens irgendwie in die Haare gekriegt. Ich hatte Schatzi schlagen lassen, der hatte dann aber schlechte Laune die sich über den Tag hinzog…

Gegen mittag sind wir trotzdem zusammen zu seinem Bruder gefahren. Dort waren seine Kinder (fast 6 und fast 4), sowie mein Schwiegervater, mit Frau und Dackel. Es war ein etwas unentspannter Nachmittag. Schatzi war grummelig, wir sind uns aus dem Weg gegangen. Minnie war völlig aufgedreht, also habe ich mich fast nur um sie und die Cousine gekümmert.  Glücklicherweise haben die ja genügend Spielzeug da und ein großes Bällebad.

Für Minnie gab es einen total süßen Plüschdackel und eine Kinderlieder-CD, für uns gab es Geld. Sehr praktisch!

Der Rückweg war noch blöder als der Hinweg, aber wir haben es geschafft. Abends haben wir uns dann wieder vertragen, aber es blieb komisch.

 

Schatzi und ich wollten uns ja nichts schenken, trotzdem hat er mir ein Buch von Tolkien (Beren und Luthien) geschenkt. Praktischerweise hat er sich im Buchladen auch gleich ein Buch für sich gekauft und einpacken lassen. So konnte er es dann auch unter Weihnachtsbaum auspacken :). Ansonsten haben wir ein paar Naschsachen bekommen und komischerweise massenweise Grünen Tee (4 Beutel), dabei mag ich den garnicht so gerne…

 

Zwischen den Feiertagen hatten Minnie und ich Urlaub, leider war ich ziemlich erkältet und bin es immer noch. Ich habe fiese Kopfschmerzen und trockenen Reizhusten, dazu regnet es draußen die meiste Zeit. Die freien Tage hatte ich mir etwas anders vorgestellt. Schatzi musste arbeiten, so dass er erst um 16 Uhr bei mir war und mir helfen konnte. Minnie war dementsprechend unausgelastet und ist völlig aufgedreht.

 

Gestern abend ist Schatzi zu einem Freund gefahren zum spielen. Er kommt erst heute vormittag irgendwann zurück. Die Zeit bis dahin schaffe ich hier auch noch. er hat sich so gefreut, dass der Freund endlich mal wieder solange Zeit hat, da wollte ich nicht nein sagen. So schlecht ging es mir ja auch nicht.

 

Morgen ist Silvester. Wir haben nichts geplant und werden nur was schönes essen und spielen. Ich hoffe, dass sich die Knallerei in Grenzen hält (eigentlich darf hier garnicht geknallt werden im Dorf…), damit die Katzen und Minnie gut schlafen können.

 

Mein erster Advent – anders als gedacht

Sonntag 11 Uhr. Es ist der 1. Advent.

Ich liege gemütlich frisch geduscht im Bett. Neben mir ein Tee, ein Buch und eine gepellte Orange.

Hört sich gemütlich an!

Ja, schon. Wenn ich nicht grade im Krankenhaus wäre…

Irgendwie ist unsere grosse Katze am Donnerstag unbemerkt nach draussen geschlüpft. Keine Ahnung wie und wann.

Es war ein stressiger Nachmittag mit der Lütten und das Fehlen der Katze fiel mir erst abends beim füttern auf.

Wir haben das ganze Haus abgesucht und draussen gekuckt.

Nichts! Auch nicht mit Leckerlies.

Morgens gegen 7.30 Uhr habe ich dann draussen ein Maunzen gehört.

Schnell was anziehen, Minnie durfte am Handy was spielen.

Tatsächlich – da kauerte die Katze! Als ich mich näherte verkroch sie sich. Hmmm.

Irgendwann habe ich sie dann mit der linken Hand im Nacken zu packen gekriegt. Leider nicht so gute Idee. Die Katze ist durchgedreht, völlig panisch hat sie sich um meinen Arm gewickelt und mich böse gekratzt. Ich hab sie dann losgelassen. Die Freiheit hat sie genutzt um mich kräftig in den rechten Zeigefinger ins Gelenk zu beissen. Ich hab Sternchen gesehen vor Schmerz!

Die Katze war nirgends mehr zu sehen. Ich bin rein, habe die Arme unter kaltes Wasser gehalten, dann Minnie irgendwie angezogen und bin zum Arzt gefahren. Dort wurde alles desinfiziert und verbunden. Dann sollte ich doch weiter ins Krankenhaus fahren, damit sich jmd das Gelenk anschaut.

Also, Minnie in den Kindergarten, Bescheid sagen dass ich sie wahrscheinlich nicht abholen kann, bei der Arbeit anrufen und ab in die Notaufnahme. Nach laaaaaangem Warten stand fest, es muss operiert werden um die Wunde zu säubern. Katzenbisse können fies enden.

Die op war kein Problem, mein Zimmer hier ist schön, die Zimmergenossin ist nett, die Schmerzen halten sich in Grenzen und ich bin hochgradig entnervt von allem.

Der Finger ist ziemlich geschwollen, bis morgen muss ich auf jeden Fall bleiben. Mit einer Gipsschiene ist der Finger ruhiggestellt, die behindert mich in allem.

Schatzi hütet Minnie zuhause. Morgen wird er Urlaub nehmen.

Übermorgen? Keine Ahnung. Ich soll die Hand ruhig halten. Autofahren kann ich nicht. Die Schiene bleibt noch etwas dran. Arbeiten? Keine Ahnung.

Das Kind versorgen? Keine Ahnung!

Und die Katze? Die stand am Samstagmorgen vor der Tür. Friedlich wie ein Lamm. Inzwischen liegt sie satt eingekuschelt auf dem Sofa. Schatzi beobachtet sie und lässt sie nicht mit Minnie allein. Aber alles ist wie vorher.

Ich war schon am überlegen, ob ich am Freitag die falsche Katze fangen wollte. Aber die sah schon genauso aus und maunzte genauso wie unsere. Ich glaube ich habe sie einfach doof erwischt und sie hat Panik bekommen.

Ich hoffe euer 1. Adventswochenende ist besser und google gleich mal nach Haushaltshilfe!

Wünsche, Ängste, Träume, Trauer

In den letzten Wochen war es hier ein ständiges Auf und Ab der Gefühle. Das hat mir doch ziemlich zugesetzt und ich musste „meine innere Mitte“ quasi erstmal wieder finden. Daher war es hier auch relativ ruhig.

Ich bin ein ungeduldiger Mensch und kann es garnicht ab, wenn Dinge ungeklärt sind, bzw. eine Sache die mir wichtig ist, einfach nicht vorangeht. Unerledigtes schwirrt mir stundenlang im Kopf herum, immer wieder kommt es hervor, lässt mich nicht richtig schlafen, lenkt mich andauernd ab und verursacht im Endeffekt die mir so bekannten Spannungskopfschmerzen. Außerdem bin ich gereizt und schnell genervt.

Blöde Sache.

 

Wenn dann auch noch ein Kind im allerfeinsten Trotzalter dazu kommt und ein heftiges PMS, bin ich in einem gereizten Dauerzustand, den ich nur mit Mühe beherrschen kann.

 

Was ist also los im Moment bei uns?

 

Wie gesagt, Minnie ist mit 2 J 8 M in der Trotzphase. Da reicht eine durchgebrochene Banane oder ein falsch geschnittenes Brot, um einen Brüllanfall mit dicken Tränen auszulösen. Sie ändert ihre Meinung schneller, als ich ihr etwas bringen kann. Nur weil sie zB. sagt, dass sie diesen Pullover anziehen möchte, heisst es noch lange nicht, dass sie ihn auch anziehen möchte. Versteht ihr? Nein? Ich auch nicht und ich befürchte, sie eben auch nicht. Dann weint sie wieder und brüllt… und ich stehe ratlos daneben.

Einkaufen mit ihr ist nur in den besten Momenten möglich und sinnvoll. Ich bemühe mich, ruhig zu bleiben, wenn sie mitten im Supermarkt auf dem Boden liegt und schreit. Das geht nur mit viel Zeit.

Ich habe letztens aus dem Trias Verlag ein wunderbares Buch zu diesem Thema gelesen: „Die Trotzphase ist kein Ponyhof.“ Seither versuche ich die Tipps umzusetzen. Manchmal klappt zB. das Ablenken erstaunlich gut und sie ist plötzlich wieder ganz bei mir und fröhlich und ausgeglichen. Auch das „Einfach für sie da sein und ruhig bleiben“ geht sehr gut. Leider nicht immer, aber doch immer wieder.

Das Buch hat mir auf jeden Fall geholfen, sie besser zu verstehen. Sie will mich ja nicht absichtlich ärgern, sondern „rastet“ sozusagen aus, ohne dass sie es richtig steuern kann.

Hier in der Vorschau findet ihr ein wunderbares Beispiel, wie sich ein Kind in so einer Situation fühlen könnte.

 

Das Buch selber könnt ihr Hier bei amazon, oder direkt beim Trias Verlag bestellen.

Es gelingt mir nicht immer, ruhig und gelassen zu bleiben, ich werde auch mal lauter, aber ich bemühe mich und es funktioniert dann auch wirklich besser.

Schwierige Phase!!

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Zurück zu uns…. Was ist noch so los?

 

Ich habe am 11.11.2017 meine Tage nach einem 44 Tage-Zyklus bekommen. Die Woche vorher war ich extrem gereizt und es tat auch echt weh. Ich blute viel mehr als ich es jemals unter der Pille getan habe, das ist ziemlich nervig. Mal schauen, ob ich jetzt auch einen Eisprung habe (Laut meiner App soll der am 2.12. sein. Ich werde das mal mit Ovus verfolgen. Immerhin bekomme ich meine Tage jetzt tatsächlich wundersamerweise immer mal wieder. Das stimmt mich schonmal sehr froh! )

 

Am 11.11. ist noch mehr passiert. Morgens um 8 Uhr hat das Telefon geklingelt und mein Papa hat Bescheid gesagt, dass Oma in der Nacht gestorben ist. Sie war seit 1,5 Jahren im Seniorenheim und es ging so langsam immer weiter bergab mit ihr. Zuletzt hat sie schon Sauerstoff bekommen, ihr Herz wollte nicht mehr richtig. Sie ist 83 Jahre alt geworden und im Schlaf gestorben. Gestern war die Trauerfeier, zu der ich alleine hingefahren bin. Also schon mit Papa und seiner Frau, aber Minnie habe ich in den Kindergarten gebracht und Schatzi hat sie abgeholt. Das wäre mir sonst zu stressig geworden.

Die Trauerfeier war schön gemacht, ich habe mich auch gefreut, diese Seite der Verwandtschaft mal wieder zu sehen. Abends hatte ich trotzdem Kopfschmerzen. Seelisch geht es mir ganz gut. Ich hatte nie viel Kontakt mit dieser Oma. Meine Mutter hat sich nicht mit ihr vertragen und so habe ich sie vielleicht 1 bis 2 x pro Jahr gesehen und sonst keinen Kontakt gehabt. Schade im Nachhinein, denn eigentlich ist sie sehr nett gewesen, immer sehr ruhig und bescheiden und im Hintergrund geblieben. Sie hatte kein einfaches Leben, uneheliches Kind mit unbekanntem Vater, immer gearbeitet, sie hat nie geheiratet und keinen Partner gehabt. Gewohnt hat sie zusammen mit ihrem Bruder und dessen Familie in einer kleinen eigenen Wohnung, so dass sie nie alleine gewesen ist, aber einfach hatte sie es sicher nicht.

Meinen Papa trifft dieser Verlust mehr. Ich bin froh, dass er seine Frau hat und sie ihn auffängt und tröstet.

 

Nachmittags am 11.11. hat meine Mutter mir noch eine Nachricht geschickt. Der Sohn ihres Mannes ist zum zweiten Mal Vater geworden. Der Große von denen ist 3,5 Monate älter als Minnie.

 

Der Tag konnte also echt weg…

 

Seit meine Schwiegermutter 2015 gestorben ist, hat mein Schwiegervater immer mal wieder davon gesprochen, das Haus zu verkaufen und zu seiner Freundin zu ziehen. Es ist aber nie so richtig konkret geworden, so dass wir es schon fast vergessen hatten.

Vor ein paar Monaten hat er mit uns gesprochen und erzählt, dass diese Pläne jetzt endlich Wirklichkeit werden sollen. Er will zu ihr ziehen und die beiden wollen auch heiraten, auch damit sie gegenseitig besser abgesichert sind.

Ich habe mit Schatzi lange darüber gesprochen und wir haben dann entschieden, dass wir dieses Haus gerne übernehmen wollen. Es folgte ein Besuch eines befreundeten Maklers, der beide Häuser eingeschätzt hat. Schwiegervater hat uns für sein Haus einen guten Preis angeboten, so dass wir nach dem Verkauf unseres Hauses nur einen kleineren Kredit aufnehmen müssten (unter anderem für ein paar Renovierungsarbeiten, Tapeten und Fußböden und eine neue Küche).

 

Die Verträge vom Makler sind unterschrieben und ich bringe sie ihm nachher hin. Dann geht es wirklich los! Ich bin sehr gespannt und kann garnicht einschätzen, wie gut sich unser Haus verkaufen lässt. Es ist schon ziemlich alt, aber wir haben viel (und gut) renoviert und leben ja sehr glücklich darin seit nunmehr 16 Jahren.

Erst wenn wir unser Haus verkauft haben, werden wir das andere Haus kaufen und die Finanzierung aufnehmen. Schwiegervater hat keine Eile, er mistet das Haus jetzt nach und nach aus, verkauft oder verschenkt vieles. Sobald wir Bescheid sagen, wird er innerhalb von 2 Monaten ausziehen und das Haus uns überlassen.

Also heisst es „abwarten“ und unser Haus noch ein bisschen aufhübschen für Besichtigungen. Eine Situation, die nicht einfach für mich ist. Siehe oben: Ungeduldiger Mensch J

 

 

Noch was?

Ja! Schatzi und ich gehen zu einer Paarberatung. Ich wusste garnicht, dass gemeinnützige Vereine (wie zB. Diakonie, Caritas und co.) so etwas auch anbieten. Für Paare mit minderjährigen Kindern ist das sogar kostenlos!

Wir werden ca. 10 – 15 Beratungstermine à 1 h bekommen, je nach Bedarf auch weniger oder mehr. Alle 2 – 3 Wochen lang. Es ist etwas schwer, einen Babysitter zu organisieren, aber ich glaube, dass uns die Termine sehr gut tun. 2 Stück hatten wir schon und die letzte Woche hier zuhause war wirklich sehr schön, ohne die üblichen Streitereien. Es wird auch um die schwierigen Themen „2. Kind“, „Haushaltsführung“, „Geld“ und „Kritik äußern und annehmen“ gehen. So mit einem Moderator können wir echt gut miteinander reden, das ist schön!

Ich merke auch, dass ich in einigen Situationen zuhause lockerer reagieren kann und der erwartete Streit einfach ausbleibt. Das gefällt mir natürlich gut. Anscheinend öffne ich mich da auch ein bisschen. Das führt allerdings auch dazu, dass ich meine innere „Mauer“ oder Stabilität etwas lockere und ich empfindsamer bin. Ich habe also wieder mehr Kopfschmerzen und bin ziemlich dünnhäutig. Vielleicht gibt sich das mit der Zeit wieder und ich lerne damit umzugehen.

Da das nächste Jahr wahrscheinlich etwas anstrengend wird (evtl Umzug und vorher Renovierung, evtl. Behandlung wg. 2. Kind und noch einige Dinge evtl. aber noch nicht spruchreif…), können wir jede Unterstützung gebrauchen!

 

Das hört sich jetzt alles sehr anstrengend an (ist es auch!), aber es gibt eben auch sehr sehr viele schöne Momente! Mit Schatzi, mit Minnie und mit unseren Freunden! Das gibt mir Kraft!

 

Kinderkrankheiten – Buchvorstellung

Heute möchte ich einen richtig dicken Wälzer aus dem Trias Verlag vorstellen:

Denn nichts ist wichtiger als die Gesundheit Ihres Kindes! – Zitat aus dem Buch.

Das Buch „Kindergesundheit“ wurde vom Kinder- und Jugendarzt Dr. med. Romanus Röhnelt geschrieben, der selbst vierfacher Vater ist. Die Sprache ist leicht und gut verständlich, mit vielen Untergliederungen und einigen Exkursen.

Der Autor beginnt mit seinem Buch am Ende der Schwangerschaft mit dem Kapitel „Ein guter Start“ und gibt als Erstes Tipps zum Finden des richtigen Entbindungsortes.

Danach geht er chronologisch weiter mit der Geburt und den ersten Untersuchungen. Das APGAR-Schema wird ausführlich erklärt und die möglichen Auffälligkeiten in den ersten Lebenswochen werden anhand von  Bildern deutlich gemacht. Viele dieser Merkmale sind ja völlig normal, können frischgebackene Eltern aber schon irritieren. Der Autor weisst darauf hin, was harmlos ist und von selbst verschwindet, und wann ein Arztbesuch nötig ist. Die meisten Bilder sind echte Fotos von erkrankten Kinder und keine Schaubilder, wie sie sonst üblich sind. Ja, man sieht da dann den entzündeten Penis eines Babys, oder einen roten Po, aber die Kinder sind nie zu erkennen. Ich finde, so kann man viel besser herausfinden was das eigene Kind vielleicht hat und was man dagegen unternehmen sollte.

Generell werden die typischen Krankheiten in jedem Alter aufgelistet. Es geht um die normalen Erkrankungen in der Kindergartenzeit, Allergien, die klassischen Kinderkrankheiten, Läuse und andere Krabbeltiere und vieles mehr. Alles wird anschaulich dargestellt und eingehend beschrieben.

Das Buch heisst nicht umsonst „Kindergesundheit“. Daher werden auch Themen beschrieben wie stillen, die U-Untersuchungen, der Inhalt der Hausapotheke, Babys Sicherheit, Schlafen, Impfungen, Beikost, Zähne, Unverträglichkeiten, Allergien, Schulreife, Reiseapotheke, aber auch Tipps für den richtigen Kindersitz bzw. Fahrradsitz, die richtige Sonnencreme und es gibt (was ich sehr gut finde) einen ausführlichen Teil über Unfälle und Erste Hilfe. Alles, was man eben braucht, damit das Kind gesund heranwächst…

Das letzte Kapitel richtet sich an Familien, die Hilfe benötigen. Er gibt Ratschläge, wo man zB. bei Erziehungs- und Familienproblemen Hilfe finden kann, wo man Soziale Unterstützung bekommt und an wen man sich bei Entwicklungsstörungen oder Behinderungen wenden kann. Es werden Telefonnummern der Seelsorge genannt, sowie allgemeine Ratschläge was man beim Verdacht auf Missbrauch machen kann.

Am Schluss des Buches findet man ein alphabetisches Stichwortverzeichnis, sowie einen Schnellfinder bei Notfällen.

 

Von Homöopathie oder Globuli wird in diesem Buch fast überhaupt nichts geschrieben. Im Kapitel „Zahnen“ werden die beliebten „Osanit-Kügelchen“ kurz angesprochen (Als: Es spricht nichts dagegen :)) , ansonsten scheint der Autor davon nicht viel zu halten. Er äußert sich zwar nicht negativ darüber, das fast völlige Weglassen spricht aber meiner Meinung nach eine sehr deutliche Sprache. In vielen Kapiteln schlägt er naturmedizinische Alternativen wie zB. Wadenwickel oder Zwiebelsaft statt Medikamenten vor, das gefällt mir sehr gut. Da ich selber kein Freund von Homöopathie bin, hat mich das nicht gestört.

 

Mein Fazit:

In der heutigen Zeit kann man vieles schnell mal googlen. Dann erhält man eben aber auch „viel“. Jede Suche gibt Hunderte, eher Tausende von Antworten, Bildern und Tipps, die mich persönlich meistens noch mehr verunsichern. Klickt man auf eine Antwort, ergeben sich meist noch mehr Fragen – es sind einfach zu viele unsichere Antworten! Manchmal landet man auch auf Seiten von Herstellern, die als Ratgeber getarnt sind und unauffällig ein entsprechendes Medikament anpreisen.

Ich kenne den Autor dieses Buches natürlich nicht persönlich, daher weiss ich nicht mehr über ihn, als im Klappentext steht. Aber das Buch wirkt sehr seriös, wenn ich das mal so schreiben kann.  Es ist beruhigend dick und wird bei uns einen festen Platz im Regal haben.

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Ich kann das Buch nur allen Eltern empfehlen! Natürlich kann (und soll es auch nicht!) den Arztbesuch nicht ersetzen, falls dieser nötig sein sollte.

Für den Preis von 29,99 € erhält man als Eltern eine geballte Ladung Wissen.

 

–> Ich durfte das Buch kostenfrei rezensieren, meine Meinung wird dadurch aber nicht beeinflusst!

Breifrei – Buchvorstellung

Heute darf ich ein schönes Buch aus dem Trias Verlag vorstellen:

Der Untertitel des Buches hat mich schon ziemlich angesprochen: „Einmal kochen, alle essen mit“

Als ich das Buch das erste Mal in der Hand hielt, war mein erster Gedanke: „Oh je, ein so kleines Kind und eine so kleine Blaubeere – nicht dass die sich verschluckt!“ Komisch, wie man da gleich denkt.

Rückblick: Wie war das damals bei uns?

Ich habe Minnie ungefähr 18 Monate lang gestillt. Zum Schluss nur noch nachts und hauptsächlich zum Einschlafen.

Als Minnie anfing, sich für unser Essen zu interessieren, habe ich ihr immer mal ein (in meinen Augen geeignetes) Stück hingehalten und sie durfte probieren. Sie bekam Zwieback, Gurken, gekochtes Gemüse oder Kartoffeln zum ablutschen und war gut beschäftigt. Verschluckt hat sie sich kaum. Dazu gab es dann (immerhin selbstgekochtes 🙂 ) Gemüsemus, später dann mit Kartoffeln oder Fleisch gemischt mit dem Löffel gefüttert. Stückchen waren nie ein Problem.

Den klassischen Getreide-Brei zum selbstanrühren aus der Tüte hat sie eigentlich nicht so gemocht. Mit viel Obst (-gläschen) gemischt als Nachtisch vielleicht. Aber zum sattwerden? Nein, das war nicht ihr Ding. Sie wollte das essen, was wir auf den Tellern haben…

Ziemlich früh durfte sie also selber mit dem Löffel (oder den Händen) essen. Ich habe ihr einen Teller mit Häppchen vorbereitet und sie durfte alles probieren. Die Sachen für sie habe ich aber eigentlich immer extra gekocht, es sei denn bei uns gab es zufällig passendes. Das war viel Matscherei, aber ein glückliches Kind! Noch heute probiert sie eigentlich viel und außer Oliven mag sie (bisher?) noch alles…

 

„Breifrei“. Was heisst das eigentlich?

Ich hatte damals, als Minnie im passenden Alter war, zwar immer wieder davon gehört, aber ich kannte keinen der das macht und hatte auch weder Zeit noch richtig Lust, mich damit zu beschäftigen. Wir sind irgendwie unseren eigenen Weg gegangen, der beides beinhaltet: Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei und selber essen.

Also:

Ganz grob gesagt geht es darum, dass das Baby selbstständig isst und selbst entscheidet was und wieviel es zu sich nimmt.

Hört sich erstmal etwas abenteuerlich an…

 

Mal lesen, was die Autorin Tatje in ihrem Buch dazu schreibt:

Das Buch selber ist unterteilt in einen Theorieteil und einen Teil mit passenden Rezepten.

Der Theorieteil ist sehr humorvoll geschrieben und liest sich dadurch sehr gut. Es werden immer wieder kleine Anekdoten erzählt und die „Tante Uschi“ mit ihren ungefragten Weisheiten kennt wohl jeder. Tatje gibt Antworten, auf die häufigsten Vorurteile beim Baby-Led-Weaning.

Sie macht deutlich, dass das Baby die 3 typischen Anzeichen für eine Beikostreife haben sollte, bevor man startet:

1: Ihr Baby kann mit etwas Unterstützung aufrecht auf ihrem Schoss sitzen

2: Ihr Baby kann Hand, Mund und Auge so koordinieren, dass es Dinge sehen, ergreifen und zum Mund führen kann.

3: Ihr Baby hat seinen Zungenstoßreflex vollständig verloren

Außerdem sollten einige Regeln beachtet werden. Das man einem 6 Monate alten Baby keine harten Kleinteile wie Nüsse gibt, versteht sich von selbst. Auch Honig sollte im ersten Lebensjahr noch nicht gegeben werden, Alkohol, Koffein, scharfe Speisen und ein paar andere Dinge ebenso.

Aber ansonsten darf und soll das Baby alles ausprobieren, was es selbst greifen kann! Gestartet werden soll mit weicheren Lebensmitteln oder Lebensmitteln, die weich gelutscht werden können.

Es gibt einen „10 Punkte Plan für Schnellstarter“, an dem man erkennen kann, ob man selbst und das Baby bereit sind für „Baby-Led-Weaning“, aber keinen exakten Fütterplan, wie er oft beim Beikost-Start verwendet wird.

Der „Magische Tag“, wie sie es bezeichnet, ist der Tag, an dem das Baby beginnt, sich etwas von dem bereitgestellten Essen in den Mund zu stecken. Man soll dem Baby in dieser Hinsicht vertrauen und abwarten.

Mir gefällt, wie die Autorin immer wieder betont, dass Essen Spaß machen soll und für die Eltern kein Stress aufkommen darf. Dem Baby sollte ausreichend Ruhe gegönnt werden, es muss sich gerade am Anfang auf so vieles gleichzeitig konzentrieren, da kann es schonmal länger dauern. Hier ist also Geduld gefragt!

 

Im Rezeptteil habe ich schon einige Sachen nachgekocht. Meine Tochter ist zwar schon 2,5 und isst längst alles vom Tisch mit, aber die Rezepte waren sehr lecker und gut erklärt. Für meinen Mann hätten sie noch etwas gewürzt sein können, aber das kann man ja am Tisch nachholen.

Lustig fand ich die Einteilung der Rezepte zB. in „einhändig kochbar“ oder „einhändig essbar“. Es gibt bei jedem sicher immer Phasen, in denen das Baby grade nicht vom Arm runter will, und auf Mamas oder Papas Schoss isst es sich doch am besten…

 

Mein Fazit:

Ich persönlich hätte mir ein paar konkrete Einstiegstipps gewünscht. Aber ich denke, dass die Autorin genau das eben nicht will: Einen festen Plan vorschreiben. Es gibt laut ihr keine starren Regeln beim Beikoststart, man soll auf sich und das Baby vertrauen. Einfach ausprobieren also. Nicht so einfach, wie ich finde. Gerade als Neu-Mutter wollte ich damals alles richtig machen und hätte nur mit diesem Buch sicher gehadert und gezweifelt, leider… aber so bin ich nunmal. Bei einem zweiten Kind geht man da sicher entspannter an die Sache ran.

Mir gefällt an dem „Breifrei“, dass wirklich das Baby entscheidet, in welcher Geschwindigkeit es sich abstillt (oder von der Flasche entwöhnt). Wird das Baby gefüttert, kann es sicher leicht passieren, dass es über den Hunger gefüttert wird. Dadurch könnte es das natürliche „Satt-Gefühl“ verlieren.

Ich habe viele Babys erlebt, bei denen besonders abends darauf geachtet wurde, dass sie eine Große Portion Brei aßen, damit sie auch wirklich satt sind und gut durchschlafen. Den Gedanken fand ich schon immer irgendwie falsch… hätte bei Minnie wohl auch nicht funktioniert. (Bei den anderen Baby übrigens auch nicht…)

Für das Baby ist breifrei bestimmt sehr spannend. Es gibt viele Reize, sowohl durch das Anfassen der Nahrungsmittel, als auch durch die unterschiedlichen Geschmäcker. Laut der Autorin müssen neue Lebensmittel nicht erst langsam eingeführt werden, da das Baby am Anfang sowieso erstmal winzige Mengen davon isst und sich so daran gewöhnt. Für die Feinmotorik ist das sicher sehr zu empfehlen. Und es darf die gleichen Lebensmittel wie die „Großen“ essen.

Gibt es auch Nachteile?

Kritiker der Methode sind der Meinung, dass ein solches „selbstessendes“ Baby ab 6 Monaten nicht mehr genug Nährstoffe aufnimmt und daher Mangel leiden könnte. Die Mengen, die das Baby am Anfang isst, sind sicher winzig und es wird eventuell erst später anfangen, Beikost zu essen. Es ist nunmal schwieriger, Stückchen aufzuheben und in den Mund zu stecken als einfach nur den Mund aufzumachen und gefüttert zu werden. ABER das Baby wird ja weiterhin nach Bedarf gestillt/mit der Flasche gefüttert und bekommt so alles was es braucht. Sie essen vielleicht durchschnittlich weniger, trinken aber dafür mehr Milch …

Die Empfehlung zum Beikoststart liegt generell bei 6 Monaten und da kann fast jedes Baby den Pinzettengriff und damit auch Sachen zum Mund führen. Für Mütter, die möglichst schnell abstillen wollen, ist eine Löffelfütterung sicher einfacher und schneller. Es dauert wohl mit „breifrei“ länger, bis die Milchmahlzeiten ersetzt sind… so die allgemeine Meinung.

 

Hier ist noch ein wunderbarer Artikel über die Vorurteile beim Baby-Led-weaning vom Gewünschtesten Wunschkind aller Zeiten.

 

Würde ich ein 2. Kind breifrei essen lassen?

Jein…

Teilweise haben wir das ja schon gemacht. Minnie hat früh geeignete Dinge bekommen zum probieren und wir haben immer schon nach Bedarf gestillt und nicht nach der Uhrzeit. Ich würde also beim 2. Kind sehr viel mutiger sein und dem Baby einfach mal Dinge vorsetzen, die wir auch essen. Es dürfte sicher noch mehr einfach probieren und schmecken und fühlen und tasten als Minnie.

So ganz kann ich mir nicht vorstellen, dass ein Baby wirklich genug isst, um satt zu werden. Klar nicht am Anfang, aber nach einiger Zeit kann ich mir vorstellen, dass alles um es herum spannender ist und das Essen nur Spielerei wird. Ich mag es auch nicht so, wenn Lebensmittel zermantscht und dann weggeschmissen werden. Hätte ich einen Verwerter für diese Reste, wie zB. einen Hund oder ein Schwein 🙂 … sähe das sicher noch anders aus.

Ich würde es generell aber einfach mal probieren und wenn es in unseren Alltag passt – super. Ansonsten würde ich aber trotzdem Gemüsebrei füttern und später dann mit Kartoffeln und Fleisch/Fisch ergänzen. Nur eben nicht so streng nach Plan, sondern mit Spaß und Freude am Essen.

 

Das Buch selbst hat mir sehr gut gefallen und ich würde es allen Müttern empfehlen! Auch denen, die Brei füttern, denn irgendwann kommt immer das erste „feste Stück“ dran und dieses Buch hilft mit vielen Vorurteilen aufzuräumen!

Ihr bekommt es zB. hier beim Trias Verlag!

 

Guten Hunger!

 

 

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